Der Wolf im dunklen Wald von Sia Piontek

Spannung, Rätsel und ein Krimi, der unter die Haut geht

Nachdem mich der erste Band bereits völlig in seinen Bann gezogen hatte, war klar, dass ich mir Der Wolf im dunklen Wald von Sia Piontek nicht entgehen lassen konnte. Und was soll ich sagen? Diese Fortsetzung hat mich nicht enttäuscht.

Ein grausamer Mord und ein Netz aus Lügen

Die Geschichte beginnt mit einer dramatischen Wendung: Ein Teilnehmer einer großen Gesellschaftsjagd im Wendland wird vermisst – wenig später findet man ihn tot auf einer Lichtung. Sieben Messerstiche, einer davon bereits tödlich. Alles deutet auf eine Tat aus Rache hin. Ermittlerin Carla Seidel nimmt sich des Falles an, doch während sie versucht, den Mörder zu fassen, gerät ihre eigene Tochter Lana immer tiefer in die Geschehnisse. Denn ausgerechnet ihr Schwarm Fabian war in der Mordnacht mit ihr im Wald. Weiß er mehr, als er zugibt? Und ehe Carla sich versieht, geschieht ein weiterer Mord – und Lana ist näher am Täter dran, als ihr lieb sein kann.

Eine Ermittlerin, die kämpft – beruflich und privat

Kriminalromane leben für mich nicht nur von spannenden Fällen, sondern auch von komplexen Charakteren. Carla Seidel ist eine Ermittlerin mit Ecken und Kanten, die nicht nur gegen Verbrecher kämpft, sondern auch gegen ihre eigenen Dämonen. Ihr Verhältnis zu ihrer Tochter Lana ist belastet, voller unausgesprochener Worte und schmerzhafter Erinnerungen. Doch gerade diese persönlichen Verstrickungen machen sie greifbar und authentisch. Ich liebe es, wenn Ermittler*innen nicht nur Fälle lösen, sondern auch mit ihrem eigenen Leben klarkommen müssen.

Besonders spannend fand ich die verschiedenen Perspektiven: Der Roman ist in der dritten Person geschrieben und wechselt überwiegend zwischen Carla und Lana. Das sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern gibt der Geschichte auch zusätzliche Tiefe.

Realistisch, spannend und voller Atmosphäre

Ein guter Krimi muss für mich zwei Dinge haben: eine realistische Ermittlungsarbeit und ein stimmiges Setting. Beides liefert dieses Buch. Die Polizeiarbeit wirkt durchdacht und nachvollziehbar, auch wenn ich anfangs ein wenig mit Carlas Art hadere, ihre Ermittlungen so offen zu Hause auszubreiten. Doch dieser kleine Kritikpunkt tat meiner Begeisterung keinen Abbruch. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend, zieht einen in ihren Bann und lässt einen kaum los.

Der Showdown? Absolut nervenaufreibend! Zwar hatte ich den Täter schon einige Zeit vorher im Verdacht, doch das tat meiner Spannung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil – ich liebe es, wenn ein Krimi mir genug Hinweise gibt, um mitzurätseln, aber trotzdem bis zum Schluss fesselnd bleibt.

Mein Fazit: Bitte mehr davon!

Der Wolf im dunklen Wald ist ein intelligenter, vielschichtiger Kriminalroman, der nicht nur durch einen packenden Fall, sondern auch durch großartig gezeichnete Charaktere überzeugt. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht, überraschend und detailliert recherchiert. Besonders gelungen finde ich die Mischung aus klassischer Ermittlungsarbeit, persönlichem Drama und psychologischer Tiefe.

Obwohl der Fall in sich abgeschlossen ist, bleiben genügend offene Fragen, um mich neugierig auf den nächsten Band zu machen. Die Reihe hat definitiv das Potenzial, eine meiner Lieblingskrimi-Serien zu werden. Wer Spannung, vielschichtige Charaktere und einen raffinierten Fall sucht, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

4/5 Sterne – und ich freue mich schon auf mehr!


Powerless – Die Flucht

Ein Pageturner, der mich bis tief in die Nacht gefesselt hat!

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch aufschlagt, euch denkt: Nur ein Kapitel vor dem Schlafen … und dann plötzlich ist es drei Uhr morgens, euer Herz rast, und ihr starrt völlig fassungslos auf die letzte Seite? Genau das ist mir mit Powerless – Die Flucht von Lauren Roberts passiert. Ich habe Band 1 schon verschlungen, aber dieser zweite Teil? Hat mich einfach überrollt!

Worum geht’s?

Nach dem dramatischen Ende der Säuberungsspiele ist das Reich Ilya im Chaos versunken. Paedyn ist nun mehr als nur ein gewöhnliches Mädchen – sie ist das Symbol des Widerstands, eine Bedrohung für die Elite und eine Gejagte. Ihre Flucht führt sie nach Dor, eine Stadt, in der Magie nicht wirkt und die als Zufluchtsort für Rebellen dient. Doch sie ist nicht allein. Jemand ist ihr dicht auf den Fersen – und dieser Jemand ist kein Geringerer als Prinz Kai.

Sein Auftrag? Sie finden und aus dem Weg räumen. Sein Problem? Sein Herz hat da ganz andere Pläne.

Was folgt, ist ein rasantes, actiongeladenes Katz-und-Maus-Spiel zwischen zwei Figuren, die sich eigentlich hassen sollten – und doch nicht voneinander lassen können.

Was hat mich begeistert?

🔥 Enemies-to-Lovers in Perfektion

Pae und Kai liefern sich einen emotionalen Schlagabtausch nach dem anderen, voller Spannung, verletztem Vertrauen und dieser ganz besonderen Dynamik, die einen einfach mitfiebern lässt. Diese Mischung aus Hass, Anziehung und Loyalitätskonflikten ist perfekt ausgearbeitet und sorgt für reichlich Herzklopfen.

💥 Nervenkitzel nonstop

Der Titel hält, was er verspricht: Es gibt kaum eine ruhige Minute, denn Pae und Kai sind eigentlich dauerhaft auf der Flucht. Und während sie sich durch gefährliche Situationen kämpfen, wachsen sie – jeder für sich, aber auch miteinander.

💫 Romantasy ohne Spice – und trotzdem knistert es!

In vielen Romantasy-Büchern dreht sich alles um Spice. Diese Reihe aber beweist, dass es auch ohne explizite Szenen funktioniert. Die Spannung zwischen Pae und Kai ist trotzdem greifbar, ihre Emotionen tief und echt – und das macht ihre Geschichte umso fesselnder.

Was hätte besser sein können?

🔄 Kleine Längen und Wiederholungen

Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Flucht-Momente sich ein bisschen wiederholen. Die Dynamik zwischen Pae und Kai ist großartig, aber das ewige Will er mich töten? Will ich ihn töten? Oh nein, er ist doch so heiß! hätte an manchen Stellen etwas gestrafft werden können.

Mein Fazit

Trotz kleinerer Längen habe ich Powerless – Die Flucht regelrecht inhaliert. Es war spannend, emotional und mitreißend – und das Ende? Ein absoluter Cliffhanger, der mich mitten in der Nacht völlig fassungslos zurückgelassen hat. Und jetzt? Jetzt heißt es WARTEN. Und das ist echt die härteste Prüfung von allen.

⭐ 4/5 Sterne – Eine würdige Fortsetzung, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat! Wer Band 1 mochte, wird hier definitiv nicht enttäuscht.


Bookboyfriends – Ein echtes Problem (für meinen Mann)

Bitte was? Bookboyfriends? Ja, genau. Während ich im echten Leben glücklich verheiratet bin und meine drei Kinder mir den letzten Nerv rauben, passiert abends etwas Magisches: Sobald die Sonne untergeht und endlich alle im Bett sind, öffne ich ein Buch – und schwups, bin ich vergeben. Schon wieder.

Denn seien wir mal ehrlich: Wer kann einem düsteren, leicht traumatisierten, aber natürlich unfassbar gutaussehenden Fantasyhelden mit tragischer Vergangenheit und unmenschlicher Kampfkunst schon widerstehen? Ich jedenfalls nicht. Und deshalb habe ich auf meinen Reisen durch fremde Welten bereits unzählige Male mein Herz verschenkt. An wen? Na, lasst mich euch meine literarische Dating-Historie mal vorstellen:

🔥 Flammengeküsst – Xaden Ryerson

Groß, gefährlich, tätowiert. Der Inbegriff von „Ich bin dein schlimmster Fehler – aber der Beste, den du je gemacht hast.“ Natürlich komplett unnahbar, aber wenn er dich liebt, dann für immer. (Und wehe, du widersprichst ihm.)

🌙 Das Reich der Sieben Höfe – Tamlin, ach Quatsch, Rhysand natürlich

Tamlin war ein netter Anfang, aber Hand aufs Herz – Rhysand hat mich schneller überzeugt als ich „Hallo High Lord“ sagen konnte. Charmant, sarkastisch und verdammt heiß. Plus, er unterstützt starke Frauen? Der Mann ist ein feministisches Fantasy-Wunder.

⚡ Powerless – Kai

Feind oder Freund? Wer weiß das schon so genau. Aber eines ist klar: Zwischen ihm und mir knistert es mehr als in einem Hochspannungswerk. Wer braucht schon Strom, wenn er einen wie Kai hat?

🦅 Quicksilver – Kingfisher

Der Name allein verspricht schon Großes, oder? Dominant, düster, geheimnisvoll – und mit einer Prise „Ich bin viel zu gefährlich für dich“ gewürzt. Perfekt.

🩸 Nyaxia – Raihn

Ein Vampir mit Attitude. Sarkastisch, mörderisch und dabei trotzdem irgendwie… süß? Perfekte Mischung aus Bad Boy und „Ich würde für dich sterben“ – und seien wir ehrlich, genau das wollen wir doch alle.

Und jetzt? Jetzt warte ich nur darauf, wer sich als Nächstes in meine Liste der fiktiven Traumkerle einreiht. Wer weiß, vielleicht gibt es bald einen Neuzugang? Mein Mann verdreht sowieso nur noch die Augen, wenn ich mit glasigen Blick vom neuesten Bookboyfriend schwärme. Aber hey, solange mein reales Leben ohne Krieg, Flüche und tödliche Prüfungen auskommt, kann ich den Nervenkitzel wenigstens zwischen den Buchseiten genießen.

Wie sieht’s bei euch aus? Wer ist euer ultimativer Bookboyfriend? Und keine Sorge – in diesem Fall ist Fremdverlieben absolut erlaubt!


„The Asylum Confessions – Beichten der Wahnsinnigen“ von Jack Steen

Happy Festa Friday! Heute stelle ich euch ein Buch vor, das mich neugierig gemacht hat, mich aber auch mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.

„Sie verlassen diese Anstalt immer als Leiche. Doch zuvor müssen sie mir ALLES beichten.“

Allein dieser Satz hat mich sofort gepackt. The Asylum Confessions verspricht eine düstere Reise in die Psyche von Menschen, die Schreckliches getan haben – und die nun kurz vor ihrem Tod ihre letzten Geständnisse ablegen. Erzählt wird das Ganze aus der Sicht von Jack Steen, einem Nachtpfleger in einer Anstalt für kriminelle Geisteskranke. Seine Aufgabe? Den Insassen zuzuhören, ihre Geschichten zu dokumentieren – und ihnen dann einen „angenehmeren“ Tod zu ermöglichen.

🔪 Harte Geschichten – oder doch nicht?

Ich hatte erwartet, dass mich das Buch völlig aus der Bahn werfen würde. Schließlich reden wir hier über einen Thriller aus dem Festa Verlag, der für extrem harte und tabulose Geschichten bekannt ist. Doch überraschenderweise war das Buch weniger brutal als erwartet.

Vier Insassen erzählen ihre Geschichten – und ja, die sind verstörend, aber nicht so schockierend, wie ich es mir vorgestellt hatte. Vor allem, weil einige der Fälle auf realen Verbrechen basieren, hätte ich eine noch düsterere Atmosphäre erwartet. Besonders ein Fall, den ich bereits kannte, wurde im Buch deutlich entschärft, was mich ehrlich gesagt etwas irritiert hat.

📖 Stil & Atmosphäre

Der Schreibstil von Jack Steen ist fesselnd, die kurzen Kapitel sorgen für ein hohes Tempo, sodass man quasi durch das Buch fliegt. Besonders spannend fand ich, dass der Autor sich selbst als Charakter in die Geschichte einbringt – das verleiht dem Ganzen einen besonderen Touch.

Aber was mich wirklich zum Nachdenken gebracht hat, sind die Kernfragen des Buches:

➡ Wird man böse geboren, oder wird man erst durch seine Taten böse?

➡ Was bedeutet „Böse“ überhaupt?

➡ Sind manche Menschen von Natur aus Monster – oder sind sie nur das Produkt ihrer Umwelt?

Diese moralischen Aspekte haben mich mehr beschäftigt als die eigentlichen Taten der Insassen.

⚖ Mein Fazit

Ich hätte mir mehr Tiefe, mehr psychologische Abgründe und eine noch düsterere Atmosphäre gewünscht. Das Buch war definitiv spannend, aber für ein Festa-Werk fast schon „harmlos“. Wer extreme Thriller sucht, wird hier vielleicht nicht komplett auf seine Kosten kommen – aber wer sich an die dunklen Seiten der menschlichen Psyche herantasten will, könnte Gefallen daran finden.

🔹 3/5 Sterne – Potenzial war da, aber es hätte intensiver sein können.

📖 Kennt ihr das Buch schon? Steht ihr auf knallharte Thriller oder reicht euch ein subtiler Schauer?


Quicksilver – Tochter des Silbers

Ein epischer Auftakt voller Magie, Leidenschaft und einem gewissen Fae-Krieger, der mir den Kopf verdreht hat!

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr aus einem richtig schlechten Buch-Tief kommt und dann genau das richtige Buch zur richtigen Zeit in die Hände bekommt? Quicksilver – Tochter des Silbers von Callie Hart war für mich genau das! Nach den vielen Empfehlungen war meine Erwartungshaltung enorm hoch – und ich kann jetzt schon sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

Worum geht’s?

Saeris hat ihr ganzes Leben in der Menschenwelt verbracht, unwissend, dass sie eine Macht in sich trägt, die Legenden schreiben könnte. Als sie in einen tödlichen Hinterhalt gerät, öffnet sie in ihrer Verzweiflung ein Quicksilver-Portal – eine Fähigkeit, die seit Jahrtausenden verschollen schien. Ehe sie sich versieht, landet sie in Yvelia, der geheimnisvollen Welt der Fae.

Dort begegnet sie Kingfisher – einem gnadenlosen Fae-Krieger mit einer dunklen Vergangenheit und einer noch dunkleren Mission. Seine Loyalität gilt nur seinem Volk, seine Priorität ist es, die Magie von Saeris für das Wohl der Fae zu nutzen – koste es, was es wolle. Dumm nur, dass sich zwischen ihnen eine Anziehung entwickelt, die so gefährlich ist wie die Kriege, die ihre beiden Welten erschüttern …

Warum hat mich dieses Buch so begeistert?

💫 Ein atemberaubendes Worldbuilding

Von der ersten Seite an war ich komplett in dieser Welt verloren. Yvelia ist kein 08/15-Fantasyland, sondern voller Magie, Intrigen und einer Geschichte, die sich Stück für Stück entfaltet. Der Winterpalast mit seinen gläsernen Türmen, die düsteren Schattenlande, die tödlichen Fae-Krieger – jede Szene ist so bildgewaltig beschrieben, dass sie vor meinem inneren Auge zum Leben erwachte.

🔥 Die perfekte Mischung aus Action, Magie und Romantik

Quicksilver ist nicht nur eine Liebesgeschichte. Es ist ein actiongeladener Fantasy-Roman mit epischen Kämpfen, düsteren Geheimnissen und jeder Menge Plot-Twists. Die Spannung ist von Anfang an greifbar, die Bedrohung durch den Krieg allgegenwärtig – und mitten in diesem Chaos müssen Saeris und Kingfisher entscheiden, ob sie sich vertrauen oder zerstören.

❤️ Enemies-to-Lovers vom Feinsten

Es knistert. Es prickelt. Und es brennt! Die Dynamik zwischen Saeris und Kingfisher ist absolut on point. Er ist dieser typische grumpy, distanzierte Krieger, sie die unfreiwillige Schachfigur in einem Spiel, das größer ist als sie beide. Die verbalen Schlagabtausche? Pures Gold. Die emotionale Tiefe? Herzzerreißend. Und die spicy Szenen? Oh ja, davon gibt es einige – und sie sind genau richtig dosiert.

🤦‍♀️ Einziger Schwachpunkt: Kingfishers Bettgeflüster

Seien wir ehrlich: Kingfisher ist ein faszinierender Charakter – stark, geheimnisvoll, tödlich attraktiv. Aber wenn er das Reden anfängt … puh. Manche seiner sinnlichen Sätze haben mich aus der Stimmung gerissen. Ich dachte mehrmals: Schatz, weniger reden, mehr machen!


864 Seiten pure Suchtgefahr! 

Ich habe dieses Buch in einem Wochenende durchgeatmet – und das will was heißen. Die Kombination aus Magie, Romantik, düsterem Setting und einer Heldin, die ihre Macht erst noch entdecken muss, hat mich vollkommen überzeugt. Und dann dieser Cliffhanger? Callie Hart, wie kannst du mich so hängen lassen?!

Für alle, die epische Romantasy mit Enemies-to-Lovers-Dynamik, magischen Welten und einer Prise Spice lieben, ist dieses Buch ein absolutes Muss.

⭐ 4,5/5 Sterne – wegen Kingfishers manchmal etwas … fragwürdiger Wortwahl. Aber hey, nobody is perfect!


Chris Carter – One Dead: Novella

Der erste Fall für Robert Hunter – ein packender Einblick in die Anfänge der legendären Reihe!

Ich dachte immer, „Der Kruzifix-Killer“ wäre der erste Band der Hunter-und-Garcia-Reihe gewesen – aber falsch gedacht! „One Dead“ ist die eigentliche Vorgeschichte und zeigt, wie alles begann. Natürlich musste ich mir diesen Kurzroman sofort schnappen!


🔎 Worum geht’s?

Robert Hunter ist Anfang 20 und bereits ein Genie auf seinem Gebiet. Als jüngster Ermittler der Geschichte tritt er seinen Dienst beim LAPD-Morddezernat an – sehr zum Missfallen seines neuen Chefs. Um den Neuling zu beschäftigen, gibt er ihm einen vermeintlich einfachen Fall: Selbstmord. Eine junge Frau, tot in ihrem Apartment, alles deutet auf eine eindeutige Sache hin. Doch Hunter wäre nicht Hunter, wenn er nicht schon nach wenigen Minuten Zweifel hätte. Etwas passt hier nicht. Und so beginnt seine erste richtige Mordermittlung…

📖 Warum ist das Buch besonders?

Chris Carter ist für seine brutalen, extrem spannenden Thriller bekannt, die einen bis spät in die Nacht fesseln. Kein Wunder – er hat selbst als Kriminalpsychologe gearbeitet und kennt die Abgründe der menschlichen Psyche. Das macht seine Bücher so verstörend realistisch.

Hier erleben wir Hunter ganz am Anfang seiner Karriere, noch unerfahren, aber mit einem unglaublichen Instinkt. Das klassische „Mord hinter verschlossenen Türen“-Motiv wurde hier auf eine Art gelöst, die ich so noch nicht kannte. Und obwohl es sich „nur“ um eine Novelle handelt, schafft es Carter, eine dichte Atmosphäre und ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel aufzubauen.

⚖ Mein Fazit

Klar, „One Dead“ ist kein vollwertiger Roman und kann nicht mit den späteren Bänden mithalten, aber als Ergänzung für Fans ist er ein Muss. Wer die Reihe liebt oder einfach mal in Chris Carters Welt reinschnuppern will, wird hier definitiv gut unterhalten. Ich hätte mir vielleicht noch etwas mehr Tiefe gewünscht, aber als kurze, knackige Story hat es mich überzeugt.

🔹 4/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️ – perfekt für Hunter-Fans und alle, die es noch werden wollen!

🔹 Und falls ihr die Reihe noch nicht kennt: LEST SIE! Keines von Carters Büchern hat mich je enttäuscht. Er schafft es immer wieder, sich selbst zu übertreffen. Eine absolute Empfehlung für alle, die Thriller mit dem gewissen Etwas lieben!

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The Rogue Crown – Ein actiongeladenes Abenteuer mit einer Lovestory, die mich nicht ganz überzeugt hat

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr eine Reihe verfolgt und euch ganz besonders auf die Geschichte eines bestimmten Charakters freut? Genau so ging es mir mit The Rogue Crown, dem dritten Band der Five Crowns of Okrith-Reihe von A.K. Mulford. Schon in den ersten beiden Bänden hat mich Briata, die toughe Fae-Kriegerin, neugierig gemacht. Eine Kriegerin, die sich von nichts und niemandem unterkriegen lässt, die für Gerechtigkeit kämpft und ihre eigene Geschichte erzählt bekommt? Count me in!

Also habe ich mich voller Vorfreude auf dieses Abenteuer gestürzt – und es hat mich definitiv unterhalten. Aber war es perfekt? Nun ja, sagen wir, es gab Höhen und Tiefen.

Worum geht’s?

Das westliche Reich steht am Abgrund: Die Königin wurde ermordet, der Thron ist ungesichert, und düstere Prophezeiungen machen die Runde. Klingt schon mal nach jeder Menge Drama, oder? Briata, eine erfahrene Fae-Kriegerin, macht sich gemeinsam mit der trauernden Prinzessin Lina auf den Weg, um den Mörder zu finden und die Hexenjäger zu stoppen, die nach königlichem Blut dürsten. Klingt nach einer klaren Mission – wäre da nicht diese unheilvolle Prophezeiung, die Bri zur potenziellen Thronräuberin macht.

Blöd nur, dass die Prinzessin Briata zunächst nicht sonderlich vertraut und sich ziemlich zickig gibt. Verständlich, schließlich wurde ihre Mutter gerade ermordet, aber hey – ein bisschen mehr Kooperationsbereitschaft hätte ich mir anfangs schon gewünscht. Bri bleibt trotzdem eisern bei ihrer Aufgabe: die Prinzessin zu schützen, koste es, was es wolle. Und natürlich gibt es da auch noch dieses kleine, aber feine Problem: eine verbotene Anziehung zwischen den beiden, die sich langsam in den Vordergrund schleicht.

Was hat mir gefallen?

🔥 Eine starke Protagonistin: Bri ist eine Kämpferin durch und durch. Sie ist entschlossen, mutig und hat eine beeindruckende Präsenz. Ich liebe es, wenn eine Heldin nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Intelligenz kämpft – und genau das tut Bri hier.

🌍 Das Setting: Mulford hat mit Okrith eine faszinierende Fantasywelt erschaffen, die voller Gefahren, Magie und Intrigen steckt. Ich liebe es, in diese düsteren Königreiche einzutauchen, in denen hinter jeder Ecke eine neue Bedrohung lauert.

⚔️ Die Spannung: Es gibt jede Menge Action, Intrigen und dunkle Prophezeiungen – genau das, was ein gutes Fantasybuch braucht. Das Tempo ist gut gewählt, es gibt kaum langweilige Passagen, und der Spannungsbogen hält sich konsequent bis zum Schluss.

Und was hat mich nicht ganz überzeugt?

💔 Die Liebesgeschichte: Leider konnte ich die romantische Chemie zwischen Bri und Lina nicht wirklich fühlen. Es gab zwar ein paar schöne Momente, aber insgesamt hat mich die Beziehung emotional nicht abgeholt. Vielleicht lag es daran, dass die Entwicklung der Gefühle für meinen Geschmack zu zaghaft war? Oder daran, dass Lina oft distanziert und unnahbar blieb? Ich weiß es nicht genau – aber der Funke ist für mich nicht übergesprungen.

🤔 Etwas zu viele Geheimnisse: Klar, Intrigen und ungelöste Fragen gehören zu einer guten Geschichte, aber ich hatte manchmal das Gefühl, dass die Ratsmitglieder und andere Nebenfiguren mehr verbergen, als tatsächlich aufgelöst wird. Hoffentlich gibt es im nächsten Band ein paar mehr Antworten!

Mein Fazit

Trotz kleiner Schwächen hatte ich eine tolle Zeit mit The Rogue Crown. Es ist ein spannendes, actionreiches Romantasy-Abenteuer mit einer beeindruckenden Heldin, faszinierenden politischen Intrigen und einer düsteren, magischen Welt. Die Liebesgeschichte konnte mich dieses Mal nicht ganz überzeugen, aber das Setting und die Handlung haben das für mich wieder wettgemacht. 

4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Ich freue mich jetzt schon darauf, in Neelos und Talhans Geschichte einzutauchen – hoffentlich


„Wenn Ende gut, dann alles“ von Volker Klüpfel – Ein ungewöhnlicher Krimi mit Herz und Humor

Eine neue Krimi-Reihe? Da bin ich sofort dabei – besonders, wenn sie aus der Feder von Volker Klüpfel, dem Autor der beliebten Kluftinger-Reihe, stammt. Mit „Wenn Ende gut, dann alles“, dem Auftakt seiner neuen Serie um das schräge Ermittlerduo Svetlana und Tommi, wagt er sich in ein neues Terrain: Cosy Crime mit viel Humor und skurrilen Figuren.

Worum geht’s?

Eigentlich hat Tommi ganz andere Pläne: Er träumt von einer großen Karriere als Bestsellerautor, doch bis zum Durchbruch steckt er finanziell in der Klemme. Sein vorübergehend zweckentfremdetes Zuhause? Das alte Wohnmobil seines Vaters. Und als wäre das nicht schon kurios genug, hat er mit Svetlana, der ehemaligen ukrainischen Putzfrau seines Vaters, eine ebenso unkonventionelle wie eigensinnige Mitbewohnerin. Svetlana liebt russische Literatur, hat eine ganz eigene Grammatik und mischt sich mit Vorliebe in alles ein.

Als die beiden eines Abends ein kleines Mädchen am Waldrand auflesen, beginnt eine unfreiwillige Ermittlungsreise, die sie mitten in einen Kriminalfall führt. Was harmlos beginnt, wird schnell gefährlich, denn die Suche nach der Mutter des Kindes bringt Svetlana und Tommi auf die Spur eines dunklen Verbrechens – und bald sind sie selbst in Gefahr.

Humor trifft auf Spannung – aber mit Abstrichen

Volker Klüpfels Schreibstil ist gewohnt angenehm zu lesen – leicht, humorvoll und voller Wortwitz. Besonders die skurrilen Dialoge zwischen Svetlana und Tommi haben mich oft schmunzeln lassen. Die Charaktere sind wunderbar vielschichtig und charmant überzeichnet, sodass man sofort eine Bindung zu ihnen aufbaut. Svetlana ist einfach Kult! Ihre Mischung aus Lebensweisheit, Naivität und Tatendrang macht sie zu einer einzigartigen Ermittlerin, während Tommi als chaotischer Möchtegern-Schriftsteller perfekt als Gegenpart funktioniert.

Allerdings hatte ich mir von einem Krimi etwas mehr Spannung erhofft. Der Fall entwickelt sich zwar interessant, aber echte Nervenkitzel-Momente gibt es nur wenige. Vielmehr lebt die Geschichte von den schrägen Charakteren und der unkonventionellen Ermittlungsweise des Duos. Wer einen klassischen Thriller erwartet, wird hier nicht fündig – wer aber Cosy Crime mit einem Augenzwinkern liebt, kommt voll auf seine Kosten.

Ein charmanter Reihenauftakt mit Potenzial

„Wenn Ende gut, dann alles“ ist ein unterhaltsamer, humorvoller Krimi mit liebenswert-schrägen Figuren, die im Gedächtnis bleiben. Zwar fehlt es dem Buch stellenweise an Spannung, doch die Dynamik zwischen Tommi und Svetlana sowie die skurrilen Nebenfiguren machen das mehr als wett.

⭐ 4/5 Sterne – für Fans von humorvollen Krimis und Cosy Crime eine klare Leseempfehlung!

📖 Kennt ihr das Buch schon? Mögt ihr humorvolle Krimis oder braucht ihr in einem Krimi eher Spannung pur?


Von Stapeln, Staub und Seitenflüstern – Die Magie des ersten Aufschlagens

Kennt ihr das? Dieses eine Buch. Das, das euch magisch anzieht, im Laden verführerisch aus dem Regal blinzelt oder in einem völlig unkontrollierten Moment in euren Online-Warenkorb gesprungen ist (von ganz allein, natürlich). Und dann liegt es da. Vor euch.

Der Moment, in dem ihr es zum ersten Mal aufschlagt, ist heilig. Fast feierlich. Das Rascheln der Seiten, der unverkennbare Duft von Druckerschwärze und Papier – ein Aroma, das irgendwo zwischen Abenteuer und Nostalgie schwebt. Vielleicht streicht ihr sogar ehrfürchtig über das Cover, als würdet ihr einen alten Freund begrüßen, bevor ihr endlich eintaucht.

Und dann beginnt es. Die ersten Sätze saugen euch ein, wie ein magischer Strudel, der euch gnadenlos in eine andere Welt zieht. Gerade bei Fantasy-Romanen ist das ein Moment purer Magie: Eine neue Welt entfaltet sich, Gesichter entstehen in eurem Kopf, Kulissen bauen sich vor eurem inneren Auge auf. Plötzlich seid ihr nicht mehr auf eurem Sofa oder in eurem Lieblingslesesessel – nein, ihr steht in einer fremden Stadt, mit leuchtenden Himmeln, geheimnisvollen Schatten und Wesen, die ihr noch nie zuvor gesehen habt.

Jedes Buch ist wie eine Parallelwelt, maßgeschneidert für euch allein. Kein anderer Mensch sieht sie genau so, wie ihr sie euch vorstellt. Und das ist das Schönste daran: Bücher sind wie private Traumlandschaften, die niemand sonst betreten kann. Unbezahlbar.

Aber dann kommt die bittere Realität: Der SuB (Stapel ungelesener Bücher) wächst ins Unermessliche, die Zeit zum Lesen schrumpft auf mysteriöse Weise, und trotzdem – trotzdem kauft man immer weiter. Denn mal ehrlich: Bücher kann man nie genug haben. Oder?