‚Witch Hunt‘ von Susanne Kaiser

Manchmal greife ich zu einem Krimi, weil ich Lust auf einen spannenden Fall habe. Ein Verbrechen, ein paar falsche Fährten, vielleicht ein Ermittlerteam, das sich durch ein Netz aus Lügen arbeitet. Und dann gibt es Bücher wie Witch Hunt‘ von Susanne Kaiser, die zwar all das mitbringen, aber gleichzeitig noch etwas ganz anderes machen.

Sie halten einem einen Spiegel vor.

Und genau deshalb hat mich dieses Buch so beschäftigt.

Im Mittelpunkt steht eine Politikerin, die Ziel einer massiven Hasskampagne wird. Was zunächst wie die Tat einzelner Täter wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Größerem. Vergewaltigungsfantasien, Morddrohungen, digitale Hetze – die Angriffe werden immer heftiger und immer persönlicher. Um herauszufinden, wer dahintersteckt, wird Obalski undercover in ihr Umfeld eingeschleust. Doch je tiefer die Ermittlungen führen, desto deutlicher wird, dass hier nicht nur einzelne Menschen handeln, sondern ganze Strukturen wirken.

Schon nach wenigen Kapiteln war ich komplett in der Geschichte drin. Nicht nur wegen des Falls selbst, sondern vor allem wegen der Atmosphäre. Über allem liegt diese permanente Anspannung. Dieses Gefühl, dass jederzeit etwas eskalieren könnte. Dass irgendwo jemand zusieht. Dass hinter jeder Nachricht, jedem Kommentar und jeder scheinbar harmlosen Begegnung etwas Größeres lauert.

Besonders beeindruckt hat mich, wie geschickt Susanne Kaiser Spannung und gesellschaftliche Themen miteinander verbindet. Oft habe ich bei Romanen, die aktuelle Debatten aufgreifen, das Gefühl, dass entweder die Botschaft oder die Handlung im Vordergrund steht. Hier funktioniert beides gleichzeitig. Die gesellschaftliche Dimension macht den Kriminalfall sogar noch stärker, weil sie ihm eine erschreckende Glaubwürdigkeit verleiht.

Was mich dabei besonders beschäftigt hat, war das Motiv der modernen Hexenjagd. Frauen, die sichtbar sind. Frauen, die laut sind. Frauen, die Macht haben oder Einfluss ausüben. Genau diese Frauen geraten ins Visier. Nicht, weil sie etwas falsch gemacht haben, sondern weil sie existieren und Raum einnehmen. Dieses Thema zieht sich durch die gesamte Geschichte und wirkt nie aufgesetzt. Im Gegenteil. Es ergibt sich ganz selbstverständlich aus den Ereignissen und macht vieles noch bedrückender.

Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, wie viel davon eigentlich Fiktion ist.

Und irgendwann kam ich zu dem Punkt, an dem ich diese Frage gar nicht mehr beantworten konnte.

Denn vieles wirkt erschreckend real. Die Mechanismen hinter digitalem Hass, die Dynamik von Hetzkampagnen und die Geschwindigkeit, mit der sich Empörung und Aggression verbreiten, kennen wir alle längst aus den Nachrichten oder sozialen Medien. Genau deshalb hat mich das Buch stellenweise so unangenehm erwischt. Nicht, weil die Autorin besonders drastische Szenen beschreibt, sondern weil man ständig das Gefühl hat, dass all das genauso auch außerhalb der Buchseiten passieren könnte.

Oder längst passiert.

Trotz dieser gesellschaftlichen Schwere verliert die Geschichte aber nie ihre Spannung. Ich habe wirklich bis zum Schluss gerätselt, wem man vertrauen kann und wer welche Rolle in diesem Geflecht aus Manipulation, Angst und Macht spielt. Immer wenn ich dachte, jetzt hätte ich verstanden, worauf alles hinausläuft, kam eine neue Information, die meine Theorie wieder über den Haufen geworfen hat.

Genau solche Krimis liebe ich.

Nicht die, die auf möglichst viele Leichen setzen, sondern die, die einen ständig zum Nachdenken bringen.

Auch die Figuren haben für mich hervorragend funktioniert. Sie wirken nicht wie Schablonen, die eine bestimmte Botschaft transportieren sollen, sondern wie Menschen mit eigenen Motiven, Unsicherheiten und Interessen. Gerade dadurch wirken viele Konflikte so glaubwürdig.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass Witch Hunt keine einfachen Antworten liefert. Das Buch zeigt, wie komplex die Themen sind, die es verhandelt. Es gibt nicht den einen Schuldigen, der alles ausgelöst hat und dessen Verhaftung plötzlich alle Probleme löst. Stattdessen geht es um Systeme, Dynamiken und gesellschaftliche Strukturen. Genau das macht die Geschichte so stark und gleichzeitig so unbequem.

Für mich war Witch Hunt deshalb weit mehr als ein spannender Krimi. Es ist ein Gesellschaftskrimi, der aktuelle Themen aufgreift, ohne jemals belehrend zu wirken. Ein Buch, das Spannung erzeugt und gleichzeitig Fragen stellt, die noch lange nach der letzten Seite im Kopf bleiben.

Und genau solche Geschichten bleiben mir am Ende oft am stärksten in Erinnerung.

Weil sie nicht nur unterhalten.

Sondern etwas auslösen.


‚Hazelthorn’ von C.G. Drews

Manche Bücher liest man. Und manche Bücher kriechen einem unter die Haut.

Hazelthorn’ von C.G. Drews gehört ganz eindeutig zur zweiten Kategorie.

Schon nach wenigen Seiten hatte ich dieses Gefühl von unterschwelliger Beklemmung. Dieses leise Unbehagen, das sich langsam ausbreitet und mit jeder Seite stärker wird. Nicht die Art von Horror, die einen mit Schockmomenten überfällt. Sondern die Art, die sich in den Schatten versteckt, hinter Türen wartet und einem ständig das Gefühl gibt, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt.

Und genau das macht dieses Buch so besonders.

Die Geschichte beginnt auf Hazelthorn Manor, einem alten, düsteren Anwesen voller Geheimnisse. Dort lebt Evander seit seiner Kindheit praktisch versteckt vor der Welt. Sein Leben wird von Regeln bestimmt. Regeln, die scheinbar zu seinem Schutz existieren.

Verlasse niemals das Anwesen.

Betritt niemals den Garten.

Und vor allem: Sei niemals wieder allein mit Laurie.

Allein diese Ausgangssituation hat mich sofort neugierig gemacht.

Denn natürlich möchte man wissen, warum.

Warum darf Evander nicht hinaus?

Warum ist der Garten so gefährlich?

Und warum scheint ausgerechnet Laurie eine Gefahr für ihn darzustellen?

Als dann auch noch Evanders Vormund stirbt und er plötzlich nicht nur das Vermögen, sondern auch Hazelthorn Manor erbt, beginnt sich langsam ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und verdrängten Wahrheiten zu öffnen.

Und ganz ehrlich? Je tiefer die Geschichte ging, desto unangenehmer wurde sie. Im besten Sinne.

Denn C.G. Drews erschafft hier eine Atmosphäre, die mich während des gesamten Buches begleitet hat.

Dieses Anwesen lebt. Nicht im wörtlichen Sinne. Aber es fühlt sich an, als würde es atmen. Jeder Flur. Jeder Raum. Jede knarrende Treppe. Und dann natürlich dieser Garten.

Dieser albtraumhafte, wuchernde Garten, der sich wie eine eigene Kreatur durch die Geschichte zieht.

Bedrohlich. Hungrig. Unberechenbar.

Die Pflanzen in Hazelthorn sind weit entfernt von allem Romantischen oder Märchenhaften.

Sie sind grotesk. Faszinierend. Und manchmal einfach nur verstörend. Genau deshalb konnte ich nie aufhören zu lesen.

Denn ständig wollte ich wissen, was als Nächstes hinter den Hecken, Mauern oder Erinnerungen verborgen liegt.

Besonders beeindruckt hat mich dabei Evander. Er ist keine typische YA-Hauptfigur. Kein selbstsicherer Held. Kein Auserwählter.

Kein Charakter, der sofort auf jede Situation eine Antwort hat. Im Gegenteil. Evander wirkt oft verloren. Überfordert. Verunsichert.

Er kämpft mit Erinnerungen, die sich nur bruchstückhaft zeigen, mit seiner Isolation und mit einer Realität, die ihm selbst zunehmend entgleitet.

Dadurch entsteht eine enorme Nähe zu ihm.

Man erlebt die Geschichte nicht nur mit ihm.

Man fühlt sich genauso orientierungslos.

Genauso unsicher.

Und genau deshalb funktionieren viele Enthüllungen so gut.

Denn die Fragen, die sich dem Leser stellen, beschäftigen auch Evander.

Was ist wirklich passiert?

Wem kann man vertrauen?

Und vor allem: Was ist eigentlich real?

Natürlich müssen wir auch über Laurie sprechen.

Denn Laurie ist eine dieser Figuren, die sich konsequent jeder klaren Einordnung verweigern.

Mal wirkt er charmant. Mal gefährlich. Mal verletzlich. Und dann wieder vollkommen undurchschaubar.

Immer wieder hatte ich das Gefühl, ihn endlich verstanden zu haben.

Nur um wenige Kapitel später festzustellen, dass ich offensichtlich gar nichts verstanden habe.

Und genau das macht seine Dynamik mit Evander so spannend.

Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte, leise Romance, die nie die Handlung dominiert.

Sie drängt sich nicht in den Vordergrund.

Sie existiert vielmehr zwischen den Zeilen. In Blicken. In Gesten. In Momenten des Vertrauens. Gerade deshalb wirkte sie für mich unglaublich authentisch.

Denn eigentlich erzählt Hazelthorn keine Liebesgeschichte.

Es erzählt eine Geschichte über Einsamkeit. Über Identität. Über Manipulation. Über Angst. Und darüber, was passiert, wenn Menschen ihr ganzes Leben lang glauben, sie seien falsch.

Die Romance verleiht all dem lediglich einen zusätzlichen, bittersüßen Unterton.

Was mich außerdem unglaublich beeindruckt hat, war der Schreibstil.

Ich weiß, dass poetische Sprache manchmal Geschmackssache ist.

Aber hier hat sie für mich perfekt funktioniert.

C.G. Drews schreibt bildhaft, atmosphärisch und stellenweise fast schon hypnotisch. Manche Sätze wirken wie kleine Messer. Andere wie Gedichte. Und trotzdem verliert sich die Geschichte nie komplett in ihrer Sprache. Sie bleibt greifbar. Emotional. Verstörend.

Besonders gelungen fand ich auch die Horrorelemente. Sie werden nie inflationär eingesetzt. Die Autorin verlässt sich nicht auf billige Schockmomente.

Stattdessen entsteht der Horror aus der Atmosphäre, den Figuren und der stetigen Unsicherheit darüber, was wirklich geschieht.

Und genau das ist für mich oft viel wirkungsvoller.

Natürlich konnte ich nicht jede Wendung überraschen.

Einige Entwicklungen habe ich kommen sehen.

Aber das hat meinem Leseerlebnis überhaupt nicht geschadet.

Denn bei Hazelthorn geht es für mich weniger um den Überraschungseffekt als um die Reise selbst.

Um dieses langsame Abgleiten in etwas Dunkles.

Etwas Trauriges. Etwas Unheimliches. Und dann dieses Ende.

Dieses wunderschöne, schmerzhafte, perfekte Ende. Eines dieser Enden, die nicht laut sind. Die nicht alles erklären. Aber genau deshalb noch lange nachhallen.

Hazelthorn ist düster, melancholisch und stellenweise erschreckend schön.

Eine Geschichte voller Geheimnisse, Einsamkeit, toxischer Beziehungen, Manipulation und der Frage, wer wir eigentlich sind, wenn uns niemand mehr sagt, wer wir sein sollen.

Der Horror sitzt hier nicht nur zwischen den Pflanzen und den Mauern von Hazelthorn Manor.

Er sitzt oft direkt im Herzen der Figuren.

Und genau deshalb geht diese Geschichte so unter die Haut.

Ein atmosphärischer, poetischer und beklemmender Roman, der mich noch lange nach der letzten Seite beschäftigt hat.


Montcrest University – Lessons in Evil‘ von Laurie Harmening

Können wir bitte kurz darüber reden, wie sehr dieses Buch nach mir geschrien hat?

Dämonen. Schattenengel. Dark Academia. Rivals to Lovers. Eine Eliteuniversität in den verschneiten Schweizer Alpen.

Und dann auch noch eine Geschichte, in der ausnahmsweise mal nicht die Guten lernen, die Welt zu retten, sondern die zukünftigen Vertreter der Hölle darauf vorbereitet werden, Chaos, Verderben und Tod über die Menschheit zu bringen.

Ganz ehrlich? Spätestens da hatte mich das Buch.

Und ich muss sagen: Montcrest University – Lessons in Evil‘ von Laurie Harmening hat vieles von dem geliefert, was ich mir erhofft hatte.

Schon die Grundidee fand ich unglaublich spannend. Die Montcrest University liegt versteckt in den Schweizer Alpen und dient als Ausbildungsstätte für Dämonen und Schattenengel. Hier lernt man nicht, Menschen zu beschützen oder für das Gute einzustehen. Hier geht es darum, Macht zu erlangen, Schwächen auszunutzen und die Welt irgendwann mit den sieben Todsünden zu überziehen.

Allein dieses Konzept hebt sich für mich schon von vielen anderen Academy-Fantasys ab.

Denn seien wir ehrlich: Magische Universitäten gibt es inzwischen wie Sand am Meer.

Aber eine Schule für die Erben der Hölle?

Das hatte definitiv meinen Aufmerksamkeit.

Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre.

Montcrest fühlt sich genau so an, wie eine Eliteakademie für zukünftige Dämonen aussehen sollte. Kalt. Prestigeträchtig. Grausam. Voller Machtspiele und Hierarchien.

Man spürt von Anfang an, dass hier nicht Fairness oder Leistung entscheiden, sondern Herkunft, Einfluss und Blutlinien.

Und genau dadurch entsteht ständig dieses Gefühl von Konkurrenz.

Von Misstrauen. Von unterschwelliger Bedrohung.

Die Universität selbst wurde für mich fast zu einer eigenen Figur.

Die verschneiten Berge, die alten Gemäuer, die gefährlichen Prüfungen und die ständige Rivalität zwischen den Studierenden sorgen dafür, dass man komplett in diese Welt eintaucht.

Im Mittelpunkt stehen Grace Blackmore und Isak Volstrom.

Und ich mochte beide deutlich mehr, als ich zu Beginn erwartet hätte.

Grace ist keine typische Heldin, die sofort alle um sich herum für sich gewinnt.

Im Gegenteil. Sie ist reserviert, misstrauisch und wirkt oft wie jemand, der lieber allein kämpft, als sich auf andere zu verlassen.

Man merkt schnell, dass sie ihr ganzes Leben darauf vorbereitet wurde, stark zu sein.

Vertrauen? Eher schwierig. Smalltalk? Noch schwieriger.

Gerade deshalb fand ich sie unglaublich interessant.

Denn hinter ihrer kühlen Fassade steckt deutlich mehr, als sie andere glauben lässt.

Isak dagegen gehört genau zu den Figuren, die eigentlich alles haben.

Macht. Ansehen. Einfluss. Die richtige Familie.

Und trotzdem wird schnell klar, dass auch er längst nicht so frei ist, wie es von außen wirkt.

Er trägt Erwartungen auf seinen Schultern, die ihn genauso gefangen halten wie Grace.

Je mehr man über beide erfährt, desto deutlicher werden die Parallelen zwischen ihnen.

Und genau daraus entsteht für mich die eigentliche Stärke ihrer Dynamik.

Denn ihre Beziehung basiert nicht nur auf Anziehung.

Sondern auf Verständnis.

Auf Konkurrenz. Auf Wut. Auf Respekt.

Und manchmal auf dem Wunsch, den anderen gleichzeitig zu küssen und von einer Klippe zu schubsen. 😅

Genau so muss Rivals to Lovers für mich funktionieren.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Entwicklung zwischen den beiden Zeit bekommt.

Nichts wirkt überstürzt.

Stattdessen baut sich die Spannung langsam auf und sorgt immer wieder für diese kleinen Momente, in denen man merkt, dass hinter den Drohungen und Wortgefechten längst etwas anderes steckt.

Neben den beiden Hauptfiguren mochte ich auch viele der Nebencharaktere.

Vor allem Tereza.

Ihre Freundschaft mit Grace war für mich eines der Highlights des Buches.

Die Dynamik der beiden hat mich tatsächlich mehrfach an Wednesday und Enid erinnert. Diese Mischung aus Chaos, Loyalität und völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten hat einfach unglaublich gut funktioniert.

Auch die Sinners und die übrigen Studierenden sorgen dafür, dass die Welt lebendig bleibt.

Niemand wirkt vollkommen vertrauenswürdig.

Und genau das macht den Reiz aus.

Denn an dieser Schule hat jeder Geheimnisse.

Jeder verfolgt eigene Ziele.

Und niemand handelt vollkommen selbstlos.

Trotz all der positiven Punkte gab es aber auch etwas, das mich stellenweise etwas ausgebremst hat.

Das Worldbuilding.

Versteht mich nicht falsch: Die Ideen sind großartig.

Die sieben Todsünden. Die versiegelte Hölle. Die Magie. Die politischen Strukturen.

All das klingt wahnsinnig spannend.

Ich hätte nur gerne noch mehr darüber erfahren.

An vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Welt noch deutlich größer ist, als das, was wir im ersten Band sehen.

Gerade über die Magie und die Gegebenheiten der Unterwelt hätte ich gerne noch mehr Details bekommen.

Hier steckt unglaublich viel Potenzial, das hoffentlich in Band zwei noch weiter ausgeschöpft wird.

Auch einige Entwicklungen konnte man relativ früh erahnen.

Manche Verräter wirkten nicht allzu überraschend und gewisse Wendungen haben sich bereits lange vorher angekündigt.

Gestört hat mich das allerdings kaum.

Denn die Geschichte lebt viel stärker von ihren Figuren, den Machtspielen und der Atmosphäre als von schockierenden Enthüllungen.

Und dann kommt dieses Ende. Dieses absolut gemeine Ende. Dieses Ende, bei dem man das Buch zuklappt und sofort wissen möchte, wie es weitergeht.

Fragen. Verzweiflung. Wut. Neugier. Alles gleichzeitig.

Genau die Art Cliffhanger, die man hasst und liebt.

Lessons in Evil ist für mich ein unglaublich starker Auftakt voller Dämonen, Schattenengel, Machtspiele und Dark-Academia-Vibes.

Die Atmosphäre der Montcrest University, die Rivalität zwischen Grace und Isak und die düstere Welt der Todsünden haben mich schnell in ihren Bann gezogen.

Auch wenn ich mir beim Worldbuilding stellenweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, konnte mich die Geschichte durch ihre Figuren, ihre Dynamik und die konstant spürbare Bedrohung vollkommen fesseln.

Wer düstere Academy Fantasy, moralisch graue Figuren, Rivalitäten mit ordentlich Spannung und eine Prise Hölle mag, sollte sich dieses Buch definitiv anschauen.

Und jetzt entschuldigt mich bitte, während ich ungeduldig auf Band zwei warte.

🖤🖤🖤🖤✨

4,5 von 5 Sternen