Manchmal stolpert man völlig zufällig über eine Buchreihe und merkt schon nach wenigen Seiten, dass sie etwas ganz Besonderes ist.
Genau so ging es mir mit der „A World of Ruins“-Trilogie.
Ohne große Erwartungen habe ich damals den ersten Band angefangen – und plötzlich konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Seitdem habe ich jeden Band regelrecht verschlungen und bis heute keine Sekunde bereut, dieser Geschichte eine Chance gegeben zu haben.
Denn mal ehrlich…
Gestaltwandler, Drachen, Magie, magische Wesen und eine Welt voller Gefahren – was will man als Fantasy-Fan eigentlich mehr?
Nach dem Ende des zweiten Bandes war für mich sofort klar, dass ich unbedingt wissen musste, wie Naras Geschichte endet. Gleichzeitig hatte ich aber auch dieses typische Gefühl, das man bei Reihen hat, die einem ans Herz gewachsen sind: Ich wollte unbedingt weiterlesen, aber eigentlich wollte ich mich auch noch gar nicht verabschieden.
Zum Glück hat mich der Abschluss noch einmal komplett in diese Welt gezogen.
Rina Vasquez hat einen Schreibstil, der sich unglaublich leicht lesen lässt. Bildhaft, emotional und flüssig – genau so, dass man völlig in der Geschichte versinken kann. Besonders gefallen hat mir wieder, dass nicht nur die großen Kämpfe oder die Magie im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem die Figuren und ihre Entwicklung.
Nara hat sich über die drei Bände hinweg unglaublich weiterentwickelt.
Aus einer jungen Frau, die vor allem von Rache angetrieben wurde, ist jemand geworden, der beginnt, vieles zu hinterfragen. Immer wieder muss sie Entscheidungen treffen, bei denen es kein eindeutiges Richtig oder Falsch gibt. Gerade diese inneren Konflikte haben sie für mich zu einer glaubwürdigen und starken Protagonistin gemacht.
Auch die Beziehung zwischen Nara und Darius hat mir wieder gut gefallen.
Sie entwickelt sich nicht nur durch romantische Momente, sondern vor allem durch gemeinsame Erlebnisse, Vertrauen und schwierige Entscheidungen. Genau das macht ihre Verbindung für mich so authentisch. Gleichzeitig spielen Themen wie Loyalität, Herkunft und die Frage, wem man überhaupt noch vertrauen kann, eine große Rolle und verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Natürlich dürfen auch die Drachen nicht unerwähnt bleiben.
Ich liebe Drachen in Fantasybüchern ohnehin, aber auch die Gestaltwandler und die vielen magischen Wesen machen Zerathion zu einer Welt, in die ich jedes Mal gerne zurückgekehrt bin. Das Worldbuilding bietet unglaublich viele spannende Ideen. Ich hätte mir stellenweise sogar gewünscht, noch etwas mehr darüber zu erfahren, weil diese Welt so viel Potenzial mitbringt. Im Abschlussband rückt der Fokus allerdings etwas stärker auf die Figuren und ihre Beziehungen, wodurch die Fantasywelt selbst manchmal ein wenig in den Hintergrund tritt.
Gestört hat mich das aber nur selten.
Denn die Geschichte schafft es trotzdem, durchgehend spannend zu bleiben. Immer wieder gibt es Momente, in denen man mitfiebert, hofft und sich fragt, wie all das überhaupt noch gut ausgehen soll.
Und genau so wünsche ich mir einen Reihenabschluss.
Spannend, emotional und mit einem Ende, das die Geschichte zufriedenstellend abschließt, ohne sich überhastet anzufühlen. Als ich die letzte Seite gelesen hatte, war ich einerseits glücklich darüber, wie alles zusammengeführt wurde – andererseits fiel mir der Abschied aus Zerathion erstaunlich schwer.
Für mich ist „A World of Ruins“ ein gelungener Abschluss einer Trilogie, die meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Wer Fantasy mit Drachen, Gestaltwandlern, Magie, starken Figuren und einer emotionalen Geschichte liebt, sollte sich diese Reihe unbedingt einmal ansehen.
Ich werde sie auf jeden Fall noch sehr lange in guter Erinnerung behalten und kann sie euch von Herzen empfehlen.
🖤 4 von 5 Herzen




