Neuzugänge

Manchmal sollte ich meinem Gefühl vielleicht einfach nicht so sehr vertrauen – zumindest nicht, wenn es um meine Neuzugänge geht. 😄

Denn ganz ehrlich: In meinem Kopf war die Sache völlig klar. „Diesen Monat wird’s entspannt, vielleicht so vier… maximal fünf Bücher.“

Ja… von wegen.

Denn wie das eben so ist: Man schaut nur mal kurz hier, entdeckt ganz zufällig da etwas – und plötzlich steht man vor einem Stapel, bei dem man sich denkt:
„Okay… wann genau ist das passiert?“

Ich habe meine Neuzugänge diesen Monat wirklich unterschätzt. So richtig.
Und gleichzeitig musste ich beim Auspacken und Einsortieren immer wieder schmunzeln, weil jedes einzelne Buch diesen typischen Moment hatte: Das wollte ich unbedingt lesen.

Und genau das liebe ich daran.
Dieses Gefühl, wenn neue Geschichten einziehen. Wenn jedes Buch für sich schon ein kleines Versprechen ist – auf neue Welten, neue Figuren, neue Emotionen.

Natürlich kommt dann auch direkt die Realität um die Ecke und flüstert ganz leise:
„Du weißt aber schon, dass du die auch alle lesen willst… oder?“ 😅

Ja. Weiß ich.
Und ich will auch. Wirklich.

Denn wenn ich mir meinen Stapel so anschaue, wächst die Vorfreude auf den Mai direkt mit. Mehr Lesezeit, mehr Ruhe (hoffentlich 😄) und vor allem: endlich all die Geschichten entdecken, die gerade noch ungelesen auf mich warten.

Ich liebe diesen Moment zwischen „gerade eingezogen“ und „gleich gelesen“. Dieses Kribbeln, diese Entscheidung: Womit fange ich an?

Und genau da stehe ich jetzt.
Mit zu vielen guten Optionen – und absolut keiner Ahnung, welches Buch ich zuerst greifen soll.

Aber ganz ehrlich?
Genau so darf es sein. 📚✨

Auf welches Buch freut ihr euch aktuell am meisten?


Spannungsmomente im April

Manchmal frage ich mich wirklich: Wo ist eigentlich dieser Monat hin verschwunden?

Ganz ehrlich – ich habe das Gefühl, der April hat einmal kurz Hallo gesagt, mir ein paar Termine vor die Füße geworfen… und ist dann einfach wieder gegangen. Ohne sich nochmal umzudrehen. 😅

Denn wenn ich so zurückblicke, war dieser Monat alles – nur nicht ruhig.
Kommunion, Osterferien, Alltag mit drei Kindern (allein das ist ja schon ein eigenes Genre 😂) – und dann kam noch etwas dazu, womit ich so gar nicht gerechnet hatte: der Abschied von unserem Kater. Die letzten Wochen waren intensiv, emotional und ehrlich gesagt auch ziemlich kräftezehrend.

Und irgendwo dazwischen… war ich. Mit meinem Bücherstapel. Der mich vermutlich auch einfach nur leicht vorwurfsvoll angeschaut hat.

Denn nein – ich habe im April definitiv nicht so viel gelesen, wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber wisst ihr was? Ich habe gemerkt, dass das auch okay ist. Manchmal verschieben sich Prioritäten einfach. Und das Leben schreibt eben doch die dramatischeren Geschichten.

Was mich dann aber wirklich überrascht hat: Wie viele Bücher ich euch trotzdem vorgestellt habe.

Offenbar funktioniert mein Kopf nach dem Motto: „Wenn schon Chaos, dann wenigstens mit Büchern.“ 😄

Und ganz ehrlich – die Auswahl kann sich wirklich sehen lassen:

Ich durfte mit „All the Lost Souls“ in eine düstere, magische Welt eintauchen, habe mit „Kometenschauer“ wieder Sternzeichenmagie erlebt und wurde von „Der gefrorene Fluss“ komplett emotional abgeholt – eines meiner absoluten Highlights diesen Monat.

Auch „Gilded Ruin“ und „The Will of the Many“ haben mich mit ihren Welten und komplexen Geschichten richtig gepackt, während „Velvet Falls“ mich zwar nicht komplett überzeugen konnte, aber trotzdem neugierig auf mehr gemacht hat.

Mit „The Never List“ gab es spicy Fantasy, bei der ich definitiv nicht gelangweilt war, und „Mother of Death and Dawn“ hat mich emotional nochmal richtig erwischt – ebenfalls ein Highlight.

Dann gab es noch tiefgehende Einblicke mit „Die Psyche des Bösen“, düstere Intrigen in „Society of Death“ und eine Fortsetzung mit Höhen und kleinen Längen bei „The Robin on the Oak Throne“.

Und dann dieses Buch…
„Der Fährmann“ – keine Sternebewertung, sondern einfach nur: absolute Empfehlung.

Auch „Dire Bound“ hat mich mit seiner Welt überzeugt und gezeigt, wie viel Potenzial noch in der Reihe steckt.

Wenn ich das alles so sehe, denke ich mir:
Vielleicht war der April gar nicht so „buchlos“, wie er sich angefühlt hat. Vielleicht war er einfach… anders.

Ein Monat voller Gegensätze. Zwischen Stress und stillen Momenten. Zwischen Abschied und kleinen Auszeiten mit einem Buch.

Und jetzt?
Jetzt hoffe ich ehrlich gesagt einfach auf ein bisschen mehr Ruhe. Mehr Lesezeit. Mehr Zeit für all die Geschichten, die hier schon ungeduldig auf mich warten. Denn glaubt mir – mein SuB hat definitiv nicht weniger Verständnis als meine Kinder. 😅📚

Wie war euer April? Eher entspannt oder auch so ein kleines Chaos?


„REM“ von Sebastian Fitzek und Annika Strauss

 Manchmal stolpert man über ein Buch, dessen Grundidee einen sofort einfängt. So ging es mir mit „REM“ von Sebastian Fitzek und Annika Strauss.

Ein Thriller über Träume, die nicht einfach verschwinden, sondern aufgezeichnet werden können – und vielleicht mehr mit der Realität zu tun haben, als uns lieb ist? Allein dieser Gedanke hat bei mir direkt Neugier ausgelöst. Denn Träume sind ja ohnehin schon etwas Unfassbares, etwas, das wir kaum greifen können. Und genau damit zu spielen, fand ich unglaublich reizvoll.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt auch wirklich gut.
Man wird direkt hineingezogen in diese düstere, beklemmende Atmosphäre. Die Szene aus Alysees Kindheit – dieser verzweifelte Vater, der sie anfleht, wach zu bleiben – hat sofort etwas in mir ausgelöst. Dieses Gefühl von Angst, von Kontrollverlust, von etwas, das man nicht versteht. Und genau diese Stimmung zieht sich zunächst sehr stark durch die ersten Kapitel.

Alysee selbst ist eine Figur, die viel Potenzial mitbringt. Ihre Vergangenheit, die Angst vor dem Einschlafen, dieses Trauma, das sie nie wirklich loslässt – all das macht sie interessant und greifbar. Auch die Verbindung zu Nico und ihre gemeinsame Geschichte hätten für mich eine noch tiefere emotionale Ebene bieten können.

Der Schreibstil ist dabei typisch packend und sehr zugänglich. Man kommt schnell voran, die Seiten fliegen nur so dahin. Gerade zu Beginn hatte ich wirklich das Gefühl, dass sich hier etwas Größeres aufbaut – eine komplexe Geschichte, die Realität und Traum geschickt miteinander verwebt.

Und genau hier liegt für mich auch der Knackpunkt.

Denn je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass viele dieser spannenden Ansätze nicht ganz ausgeschöpft werden. Die Idee rund um die Träume, ihre Bedeutung und die Auswirkungen auf die Realität bleibt zwar präsent, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie noch konsequenter und tiefer ausgearbeitet wird.

Auch die Figuren bleiben für mich stellenweise ein wenig auf Distanz. Man begleitet sie, man versteht grob ihre Beweggründe – aber diese ganz tiefe emotionale Verbindung, dieses Mitfiebern, hat mir an einigen Stellen gefehlt.

Die Spannung ist definitiv da, aber sie hält sich nicht durchgehend auf dem gleichen Niveau. Es gibt immer wieder Momente, die wirklich fesseln, die einen kurz innehalten lassen – aber dazwischen gibt es auch Phasen, in denen die Geschichte etwas an Fahrt verliert.

Gerade zum Ende hin hatte ich mir noch einmal mehr Intensität gewünscht. Mehr Konsequenz. Mehr „Wow“. Stattdessen blieb bei mir eher das Gefühl zurück, dass hier noch mehr möglich gewesen wäre.

Und das ist eigentlich das, was dieses Buch für mich am besten beschreibt:
Eine richtig starke Idee, ein vielversprechender Anfang – aber eine Umsetzung, die nicht ganz das erreicht, was sie hätte sein können.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen.

Es lässt sich gut weglesen, die Atmosphäre ist düster und interessant, und allein die Grundidee bleibt im Kopf.

Für mich ist „REM“ ein solider Thriller mit einem spannenden Konzept, der mich gut unterhalten hat, aber nicht komplett überzeugen konnte.

3 von 5 Sternen ⭐️
Ein Buch, das neugierig macht – aber sein volles Potenzial leider nicht ganz ausschöpft.


„All the Lost Souls“ von Amie Jordan

Nachdem mich Band eins von All the Hidden Monsters schon so positiv überrascht hatte, war für mich völlig klar: Ich muss wissen, wie es mit Sage und Oren weitergeht. Und genau diese Vorfreude habe ich mit in „All the Lost Souls“ von Amie Jordan genommen – und wurde definitiv nicht enttäuscht.

Schon beim Einstieg war ich wieder direkt in der Geschichte drin. Dieses besondere Zusammenspiel aus Urban Fantasy, Crime-Elementen und einer Prise Humor hat für mich einfach einen ganz eigenen Reiz. Und genau das wird auch im zweiten Band wieder wunderbar aufgegriffen und sogar noch ein Stück weiter ausgebaut.

Sage hat sich ihren Platz als Ermittlerin hart erkämpft, und ich mochte es sehr, sie in dieser Rolle weiter zu begleiten. Sie ist klug, ehrgeizig und gleichzeitig immer noch dabei, ihren eigenen Weg zu finden. Dass sie nun einen neuen Fall übernehmen soll, der auf den ersten Blick fast harmlos wirkt, passt dabei perfekt ins Bild – denn natürlich bleibt es nicht bei einer simplen Schlichtung zwischen Werwölfen und Hexen.

Das Setting im Jura-Gebirge bringt nochmal eine ganz andere Atmosphäre in die Geschichte. Es wirkt abgeschiedener, rauer, fast schon bedrohlich – und genau das spiegelt sich auch in der Handlung wider. Die Spannungen zwischen den verschiedenen Spezies sind greifbar, und man merkt schnell, dass hier mehr im Verborgenen liegt, als zunächst sichtbar ist.

Und dann ist da natürlich Oren.

Ganz ehrlich – ich mochte ihn schon im ersten Band, aber hier hat er für mich nochmal deutlich gewonnen. Seine Entwicklung ist wirklich spürbar. Er wirkt weniger distanziert, weniger verschlossen, fast schon… zugänglicher. Gleichzeitig bleibt er sich aber treu, was ich sehr wichtig finde. Besonders spannend fand ich, wie er sich in dieser neuen Situation zurechtfinden muss – mitten im WG-Leben, umgeben von Menschen (und Wesen), die so ganz anders sind als er selbst. Diese Momente hatten nicht nur Charme, sondern auch einen schönen, oft humorvollen Unterton.

Die Dynamik zwischen Sage und Oren ist nach wie vor eines der Highlights der Reihe. Beruflich funktionieren die beiden unglaublich gut zusammen – sie ergänzen sich, gleichen sich aus, bringen jeweils ihre Stärken ein. Privat hingegen… ist es komplizierter. Und das ist wahrscheinlich noch freundlich formuliert.

Ich liebe Slow-Burn-Romance, wirklich. Aber bei den beiden hatte ich zwischendurch schon das Bedürfnis, sie ein kleines bisschen anzuschubsen. Es passiert einfach immer wieder irgendetwas, das sie voneinander fernhält. Gleichzeitig macht genau das aber auch einen großen Teil der Spannung zwischen ihnen aus. Dieses Knistern, diese unausgesprochenen Gefühle – das ist definitiv da.

Was mir in diesem Band besonders gefallen hat, war die insgesamt etwas düsterere, intensivere Atmosphäre. Der Fall selbst entwickelt sich nach und nach zu etwas deutlich Größerem, Gefährlicherem. Uralte Magie, verlorene Seelen und dieser tödliche Nebel – das alles sorgt für eine spürbare Bedrohung, die sich langsam aufbaut und immer weiter zuspitzt.

Der Crime-Anteil war für mich wieder richtig gelungen. Ich liebe es, wie sich die Ermittlungen organisch in die Geschichte einfügen und nicht nur Beiwerk sind. Man rätselt mit, stellt Vermutungen an, wird überrascht – genau so, wie ich es mir wünsche.

Auch die Nebenfiguren haben wieder ihren Platz gefunden und tragen viel zur Atmosphäre bei. Gerade diese Found-Family-Vibes, die sich immer mehr entwickeln, geben der Geschichte etwas Warmes, Vertrautes – einen schönen Kontrast zu den düsteren Elementen.

Insgesamt hat mir „All the Lost Souls“ wirklich richtig gut gefallen. Es ist eine gelungene Fortsetzung, die die Stärken des ersten Bandes aufgreift und weiterentwickelt. Mehr Spannung, mehr Tiefe, mehr Entwicklung – auch wenn ich mir bei der Romantik vielleicht ein kleines bisschen mehr Tempo wünschen würde.

Aber genau das macht ja auch den Reiz aus: zu wissen, dass da noch mehr kommt.

Für mich sind es 4 von 5 Sternen ⭐️

Und ich freue mich jetzt schon darauf, zu sehen, wohin die Reise für Sage und Oren noch geht.


„Kometenschauer“ von Nicole Böhm

Nachdem mich der erste Band von House of Zodiac schon so in seinen Bann gezogen hatte, war für mich völlig klar: Ich muss wissen, wie es weitergeht. Und genau dieses Gefühl – dieses „Ich will zurück in diese Welt“ – war sofort wieder da, als ich zu „Kometenschauer“ von Nicole Böhm gegriffen habe.

Der Einstieg gelingt dabei fast nahtlos. Gerade einmal eineinhalb Wochen sind vergangen, und doch fühlt es sich an, als wäre man nie wirklich weg gewesen. Ich war direkt wieder mittendrin – in dieser besonderen Welt, in der Sternzeichen mehr sind als nur ein Symbol, sondern echte Macht bedeuten.

Jupiter steht erneut im Zentrum der Geschichte, und ich mochte sie auch hier wieder unglaublich gern. Sie ist stur, entschlossen und vor allem jemand, der nicht einfach wegschaut. Gerade dieser innere Antrieb – dieses Gefühl, handeln zu müssen, wenn etwas falsch läuft – macht sie so greifbar. Dass sie zurück nach Zodiac will, um Keeran zu retten, ist keine heldenhafte Entscheidung aus Pflichtgefühl, sondern eine zutiefst persönliche. Und genau das macht ihre Reise so intensiv.

Doch kaum ist sie zurück, kippt die Situation. Plötzlich ist sie nicht mehr nur Beobachterin oder Teil der Ereignisse – sie wird selbst zur Gejagten. Diese Wendung bringt sofort Spannung rein und sorgt dafür, dass man sich als Leser kaum eine Pause gönnen kann.

Am Anfang hatte ich kurz das Gefühl, dass die vielen Perspektivwechsel das Tempo ein wenig ausbremsen. Es dauert einen Moment, bis sich alles wieder sortiert. Aber sobald Jupiter und Adrian in Zodiac ankommen, war ich komplett gefangen in der Geschichte. Ab da gab es für mich kaum noch ein Weglegen.

Besonders gefallen hat mir, wie vielschichtig die Figuren gezeichnet sind. Nox, der nach den Ereignissen des ersten Bandes alles verloren hat, entwickelt sich auf eine Weise weiter, die ich unglaublich spannend fand. Seine Suche nach Antworten – nach seiner Herkunft, nach der Bedeutung seines Tattoos – bringt eine ganz eigene Dynamik in die Handlung.

Auch die zusätzlichen Perspektiven, vor allem von Cyan und Eryx, haben der Geschichte eine neue Tiefe gegeben. Beide sind keine klassischen Sympathieträger, und genau das macht sie so interessant. Ihre Beweggründe, ihre inneren Konflikte, ihre Entscheidungen – all das bewegt sich in einer Grauzone, die man nicht so einfach einordnen kann.

Und dann ist da natürlich die Welt selbst. Zodiac wird im zweiten Band noch einmal deutlich erweitert. Während wir im ersten Teil vor allem das Haus des Ostens kennengelernt haben, öffnet sich die Geschichte jetzt weiter – neue Orte, neue Strukturen, neue Einblicke. Besonders das Haus des Südens hat mich neugierig gemacht. Man merkt einfach, wie viel Potenzial in dieser Welt steckt.

Die Magie rund um die Sternzeichen bleibt dabei eines meiner absoluten Highlights. Ich finde die Idee nach wie vor unglaublich spannend, und im zweiten Band wird sie noch weiter vertieft. Gleichzeitig kommen neue Fragen auf – gerade durch Jupiters Verbindung zum Amulett und die Rätsel, die ihr begegnen.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass dieser Band etwas ruhiger aufgebaut ist als der erste. Weniger „große Knalle“ am Anfang, dafür mehr Entwicklung, mehr Aufbau, mehr Tiefe. Aber genau das hat für mich gut funktioniert. Es war nie langweilig – im Gegenteil. Die Geschichte zieht einen langsam, aber sicher immer tiefer hinein.

Und dann dieses Ende…

Ich saß wirklich da und musste das erst einmal sacken lassen. Eine Wendung, mit der ich so nicht gerechnet hätte – und genau diese Art von Überraschung liebe ich. Dieses Gefühl, dass die Geschichte nochmal alles auf den Kopf stellt und man einfach nur denkt: Was kommt bitte als Nächstes?

Für mich ist „Kometenschauer“ ein mehr als gelungener zweiter Band. Vielleicht nicht ganz so „explosiv“ wie der Auftakt, aber dafür emotionaler, vielschichtiger und mit einer Welt, die immer weiter wächst.

Ich liebe diese Reihe für ihre Idee, ihre Charaktere und dieses ganz besondere Setting. Und ja – ich kann es kaum erwarten, wieder nach Zodiac zurückzukehren.

4 von 5 Sternen ⭐️ – und eine ganz klare Empfehlung für alle, die Romantasy mit außergewöhnlichem Worldbuilding lieben.


„Der gefrorene Fluss“ von Ariel Lawhon

Es gibt diese Momente, in denen man bewusst aus seiner gewohnten Komfortzone ausbricht – zumindest lesetechnisch. Und genau das habe ich in meinem Urlaub getan.

Ich habe Bücher gelesen, die eigentlich gar nicht meinem typischen Genre entsprechen. Keine Fantasy, keine epischen Welten, keine Drachen. Und wisst ihr was?

Es war genau die richtige Entscheidung.

Eines dieser Bücher war „Der gefrorene Fluss“ von Ariel LawhonUnd ich kann jetzt schon sagen: Dieses Buch hat mich tief berührt.

Die Geschichte basiert auf dem Leben von Martha Ballard, einer Hebamme im 18. Jahrhundert – und schon diese Grundlage macht den Roman zu etwas ganz Besonderem. Wir befinden uns im Jahr 1789 in Maine, in einer kleinen Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und doch vieles im Verborgenen bleibt.

Als eine Leiche im zugefrorenen Fluss gefunden wird, beginnt eine Geschichte, die weit über einen klassischen Kriminalfall hinausgeht. Denn Martha ist nicht nur Hebamme – sie ist Beobachterin, Vertraute, Chronistin. Ihr Tagebuch hält alles fest: Geburten, Todesfälle, Geheimnisse, Ungerechtigkeiten.

Und genau hier entfaltet das Buch seine ganze Kraft.

Martha ist eine dieser Figuren, die man nicht nur begleitet – man fühlt mit ihr.

Eine starke, warmherzige Frau mit einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. Jemand, der nicht wegschaut. Der sich nicht klein machen lässt. Der für andere einsteht – besonders für Frauen, die in dieser Zeit kaum eine Stimme haben.

Schon nach wenigen Seiten hatte sie mein Herz.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie lebendig diese Geschichte erzählt wird. Der Schreibstil ist unglaublich bildhaft, fast schon poetisch, ohne dabei schwer zu wirken. Die Autorin schafft es, Emotionen so greifbar zu machen, dass sie noch lange nachhallen.

Ich habe beim Lesen gelächelt, mitgefiebert – und ja, ich habe auch geweint.

Die Rückblenden in Marthas Vergangenheit geben der Geschichte zusätzlich eine wunderbare Tiefe. Man lernt nicht nur die Hebamme kennen, sondern auch die Frau dahinter. Ihre Liebe, ihre Entscheidungen, ihren Weg.

Und dann ist da noch diese besondere, fast magische Ebene der Geschichte.

Der Fuchs. Ein Motiv, das sich durch das Buch zieht und eine ganz eigene Bedeutung trägt. Für mich war das etwas ganz Besonderes – leise, symbolisch und unglaublich schön eingebunden.

Dieses Buch ist kein schneller Thriller, kein lautes Spektakel. Es ist ruhig, intensiv, tiefgehend.

Und vielleicht genau deshalb hat es mich so sehr berührt. Ich habe es bewusst langsam gelesen, weil ich nicht wollte, dass es endet. Weil ich jede Seite spüren wollte.

„Der gefrorene Fluss“ ist mehr als nur ein historischer Roman. Es ist eine Geschichte über Mut, Gerechtigkeit, Menschlichkeit – und darüber, wie wichtig es ist, nicht zu schweigen.

Ein Buch mit Herz. Mit Tiefe. Mit Nachhall.

Für mich ein absolutes Highlight. 5 von 5 Sternen ⭐️

Und eines dieser Bücher, die man nie wieder vergisst.


„Gilded Ruin – Gods of New Olympia“

 Es gibt Autorinnen, bei denen man irgendwann gar nicht mehr überlegen muss, ob man ihr neues Buch lesen möchte. Man greift einfach zu – weil man weiß, dass es einen packen wird. Genau so ist es für mich inzwischen bei Emily Bähr.

Mit „Gilded Ruin – Gods of New Olympia“ hat sie für mich wieder genau das geliefert, was ich mir erhofft habe – und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Schon optisch ist das Buch ein absoluter Hingucker. Das Cover greift die griechische Mythologie perfekt auf und hat mich direkt angesprochen. Zusammen mit dem Farbschnitt ergibt sich ein Gesamtbild, das einfach Lust macht, die Geschichte aufzuschlagen und einzutauchen.

Und genau das habe ich getan – und war sofort drin.

Die Idee, die Götter der griechischen Mythologie in eine moderne, von Macht und Ungleichheit geprägte Welt zu setzen, fand ich unglaublich spannend. New Olympia ist dabei nicht nur eine schillernde Metropole der Reichen und Mächtigen, sondern zeigt auch ganz deutlich ihre Schattenseiten. Hinter all dem Glanz verbirgt sich eine Welt voller Armut, Ungerechtigkeit und brutaler Hierarchien.

Im Zentrum steht Briar.

Und ich habe sie wirklich gefeiert.

Sie ist stark, entschlossen und wird von einem klaren Ziel angetrieben: Rache. Nach dem Verlust ihrer Familie hat sie nichts mehr zu verlieren und setzt alles daran, die mächtigsten Götter zu Fall zu bringen. Diese kompromisslose Haltung, diese Wut, diese Entschlossenheit – das hat sie für mich zu einer unglaublich greifbaren und gleichzeitig beeindruckenden Protagonistin gemacht.

Dann ist da Phobos.

Und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich ihn so sehr mögen würde.

Am Anfang ist er schwer einzuordnen, fast schon irritierend in seiner Art – und genau das macht ihn so spannend. Man braucht ein wenig Zeit, um hinter seine Fassade zu blicken, aber wenn man ihn einmal versteht, entfaltet er eine Tiefe, die mich wirklich überrascht hat.

Die Dynamik zwischen Briar und Phobos hat mir richtig gut gefallen.

Sie entwickelt sich in einem angenehmen Tempo, wirkt nie überstürzt und passt sehr gut zu den Figuren. Gleichzeitig bringt die Geschichte auch eine gewisse Würze mit – ohne dabei übertrieben zu wirken. Es fügt sich einfach stimmig in die Entwicklung der beiden ein.

Was mich ebenfalls begeistert hat, ist der Humor.

Gerade Figuren wie Hermes sorgen immer wieder für lockere, unterhaltsame Momente, die einen beim Lesen schmunzeln lassen und einen schönen Kontrast zur ansonsten eher düsteren Grundstimmung bilden.

Auch das Worldbuilding hat mich überzeugt.

Die Verbindung aus moderner Welt und mythologischen Elementen funktioniert hier richtig gut. Die Strukturen dieser Gesellschaft, die Machtverhältnisse und die Rolle der Götter sind spannend ausgearbeitet und geben der Geschichte eine tolle Tiefe.

Und dann dieser Plot…

Ich habe es schon fast erwartet – und wurde trotzdem überrascht.

Emily Bähr schafft es einfach immer wieder, Wendungen einzubauen, die man so nicht kommen sieht. Genau das liebe ich an ihren Geschichten. Dieses Gefühl, ständig mitzurätseln und am Ende doch nochmal überrascht zu werden.

Das Ende hat mich dann komplett abgeholt.

Offene Fragen, neue Entwicklungen – und dieser starke Drang, sofort weiterlesen zu wollen.

Ich brauche Band zwei. Wirklich.

„Gilded Ruin – Gods of New Olympia“ ist ein spannender, atmosphärischer Auftakt mit starken Charakteren, einem faszinierenden Setting und genau der richtigen Mischung aus Emotion, Spannung und Humor.

Für mich eine klare Leseempfehlung – besonders für alle, die griechische Mythologie in einem modernen Setting lieben.

4,5 von 5 Sternen ⭐️ Und jetzt heißt es: sehnsüchtig auf Band zwei warten.