Duet with the Siren Duke – Married into Magic‘ von Elise Kova

Es gibt Bücher, die mich allein mit einem einzigen Wort neugierig machen.

In diesem Fall war es: Sirenen.

Wer mir Geschichten über das Meer, uralte Magie, verbotene Wesen und die Geheimnisse der Tiefe verspricht, hat meine Aufmerksamkeit eigentlich schon sicher. Ich liebe alles, was mit Ozeanen, Seefahrt und den Mythen rund um Sirenen zu tun hat. Diese Mischung aus Schönheit und Gefahr, aus Verlockung und Untergang fasziniert mich einfach jedes Mal aufs Neue.

Deshalb war für mich ziemlich schnell klar, dass ich  ‚Duet with the Siren Duke – Married into Magic‘ von Elise Kova lesen möchte.

Und obwohl die Geschichte nicht perfekt war, hat sie genau die Dinge geliefert, die ich mir von einer romantischen Sirenen-Fantasy erhofft hatte.

Im Mittelpunkt steht Victoria.

Eine Frau, die alles andere als ein leichtes Leben hinter sich hat.

Um einer toxischen Ehe zu entkommen, flieht sie eines Nachts aufs offene Meer und begegnet dort ausgerechnet dem Wesen, das ihr Schicksal für immer verändern wird.

Ilryth. Ein Sirenenmann.

Und der Beginn eines Handels, dessen Konsequenzen Jahre später noch über ihrem Leben schweben.

Ihre Seele gegen Zeit.

Schon allein diese Ausgangssituation hat mich sofort abgeholt.

Denn die Geschichte beginnt nicht mit einer jungen Heldin, die auf der Suche nach einem Abenteuer ist. Sie beginnt mit einer Frau, die überleben möchte.

Die verzweifelt genug ist, alles zu riskieren.

Und genau das mochte ich unglaublich gern.

Victoria bringt von Anfang an eine emotionale Schwere mit, die sich durch das gesamte Buch zieht.

Ihre Vergangenheit verschwindet nicht einfach.

Ihre Verletzungen heilen nicht über Nacht.

Ihr Trauma wird nicht durch Liebe oder Magie plötzlich ausgelöscht.

Und genau das fand ich einen der stärksten Aspekte der Geschichte.

Elise Kova nimmt sich Zeit für Victorias Heilungsprozess.

Man spürt, wie lange sie von ihrer Vergangenheit geprägt wurde. Wie schwer es ihr fällt loszulassen. Wie oft sie in alte Gedankenmuster zurückfällt.

Das wirkte auf mich sehr ehrlich.

Nicht immer angenehm.

Aber unglaublich nachvollziehbar.

Gerade deshalb habe ich Victoria als Figur sehr ins Herz geschlossen.

Sie ist stark, aber nicht unverwundbar.

Mutig, aber nicht furchtlos.

Und vor allem wirkt sie menschlich.

Viel menschlicher als viele Fantasyheldinnen, die scheinbar jede Katastrophe mühelos wegstecken.

Natürlich müssen wir auch über Ilryth sprechen.

Denn seien wir ehrlich:

Ein Sirenenherzog klingt schon ziemlich vielversprechend. 😅

Und genau das war er auch.

Ilryth gehört zu diesen Figuren, die nicht permanent im Mittelpunkt stehen müssen, um Präsenz zu haben.

Sobald er auftaucht, verändert sich die Atmosphäre.

Etwas an ihm wirkt gleichzeitig gefährlich und beruhigend.

Fremd und vertraut.

Und genau diese Mischung macht ihn so interessant.

Besonders die Dynamik zwischen ihm und Victoria hat mir gefallen.

Denn die Geschichte setzt nicht auf große Dramen oder permanente Missverständnisse.

Stattdessen entwickelt sich ihre Verbindung langsam.

Sehr langsam. Slow Burn macht hier seinem Namen wirklich alle Ehre. Man merkt, wie Vertrauen entsteht. Wie Nähe wächst. Wie zwei Menschen sich Stück für Stück füreinander öffnen.

Und genau deshalb funktionieren die emotionalen Momente später so gut.

Besonders schön fand ich das Konzept der sogenannten Song Mates.

Diese Verbindung über Gesang, Emotionen und Seelen hat für mich etwas unglaublich Romantisches gehabt.

Fast schon Märchenhaftes. Teilweise musste ich dabei tatsächlich an Arielle denken. Natürlich deutlich erwachsener und düsterer.

Aber dieses Motiv von Meer, Gesang und einer Liebe zwischen zwei völlig unterschiedlichen Welten hat definitiv ähnliche Gefühle bei mir ausgelöst.

Überhaupt lebt dieses Buch von seiner Atmosphäre.

Das Meer ist hier nicht einfach nur Kulisse.

Es ist allgegenwärtig.

Es atmet durch jede Seite.

Man spürt die Weite des Wassers, die Dunkelheit der Tiefsee und diese uralte Magie, die unter der Oberfläche verborgen liegt.

Genau solche Stimmungen liebe ich.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die Handlung für meinen Geschmack stellenweise etwas zu ruhig war.

Vor allem im Mittelteil hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt.

Es passiert nicht wahnsinnig viel.

Manche Entwicklungen drehen sich ein wenig im Kreis und einige Konflikte hätten für mich durchaus etwas straffer erzählt werden können.

Gerade weil die emotionale Ebene so stark war, hätte ich mir auf Handlungsebene manchmal etwas mehr Dynamik gewünscht.

Auch das Worldbuilding konnte mich nicht vollständig überraschen.

Die Welt der Sirenen ist schön ausgearbeitet und funktioniert innerhalb der Geschichte sehr gut. Trotzdem fehlte mir manchmal dieses gewisse Etwas, das mich komplett vom Hocker haut.

Dieses Gefühl von: Das habe ich so noch nie gelesen.

Dafür konnten mich die Figuren umso mehr überzeugen.

Und letztlich waren es genau Victoria und Ilryth, die mich durch die etwas ruhigeren Passagen getragen haben.

Ihre Gespräche. Ihre Sehnsucht. Ihre Verbindung.

Und vor allem die Art, wie Victoria langsam beginnt, Frieden mit sich selbst zu schließen.

Denn eigentlich erzählt dieses Buch nicht nur eine Liebesgeschichte.

Es erzählt auch von Heilung.

Vom Loslassen.

Davon, sich selbst wiederzufinden, nachdem andere versucht haben, einen zu zerstören.

Und genau das hat mich emotional deutlich mehr berührt als die eigentliche Handlung.

Das Ende hinterließ bei mir schließlich ein bittersüßes Gefühl. Nicht unbedingt das Ende, das ich erwartet hatte. Aber eines, das sich richtig angefühlt hat. Eines, das zur Geschichte passt. Und manchmal ist genau das wichtiger.

Duet with the Siren Duke ist keine actiongeladene Romantasy voller großer Schlachten und permanenter Wendungen.

Es ist eine ruhigere Geschichte.

Eine Geschichte über Heilung, Hoffnung, zweite Chancen und die Magie des Meeres.

Nicht alles konnte mich vollkommen überzeugen. Vor allem beim Pacing hätte ich mir stellenweise etwas mehr Bewegung gewünscht.

Trotzdem habe ich die Zeit mit Victoria und Ilryth sehr genossen.

Vor allem wegen ihrer emotionalen Entwicklung, der wunderschönen Atmosphäre und dieser besonderen Verbindung aus Gesang, Magie und Sehnsucht.

Eine sanfte Fantasygeschichte für alle, die Sirenen, Slow Burn und emotionale Romantasy lieben.

🖤🖤🖤🖤

4 von 5 Sternen


‚Hot Young Royals – Herz über Krone‘ von Katy Birchall

Mal ehrlich: Wer kann bei einer Mischung aus Plötzlich Prinzessin, Gossip Girl und jeder Menge royalen Skandalen schon widerstehen?

Ich jedenfalls nicht. 😅

Schon als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass dieses Buch entweder komplett drüber oder genau mein Ding werden könnte. Eine Elite-Schule voller Adliger, Royals, Geheimnisse, Gerüchte und eine Protagonistin, die plötzlich in eine Welt katapultiert wird, zu der sie eigentlich gar nicht gehört?

Klingt ein bisschen nach Chaos.

Und genau das bekommt man auch.

Nur auf die gute Art.

Hot Young Royals – Herz über Krone‘ von Katy Birchall 

Im Mittelpunkt steht Ruby, die nach dem Tod ihrer Mutter ihr bisheriges Leben hinter sich lassen muss. Statt eines ruhigen Alltags landet sie plötzlich bei ihrer exzentrischen Tante Tabatha in London und findet sich von einem Tag auf den anderen mitten in der High Society wieder.

Neue Schule. Neue Regeln. Neue Menschen.

Und vor allem eine Welt, die so gar nichts mit dem Leben zu tun hat, das sie bisher kannte.

Ich mochte diesen Einstieg unglaublich gern.

Nicht nur, weil man gemeinsam mit Ruby diese neue Welt entdeckt, sondern weil sie dabei angenehm bodenständig bleibt. Natürlich macht sie Fehler. Natürlich lässt sie sich von Glanz, Luxus und den schillernden Persönlichkeiten um sie herum beeindrucken. Aber sie verliert sich nie komplett darin.

Und genau das hat sie für mich so sympathisch gemacht. Ruby wirkt wie jemand, den man tatsächlich kennen könnte. Sie ist nicht perfekt, trifft fragwürdige Entscheidungen und stolpert manchmal sehenden Auges ins nächste Drama. Aber gerade das macht sie greifbar.

Besonders gefallen hat mir, dass sie trotz ihres jungen Alters oft erstaunlich reflektiert handelt. Sie hinterfragt Dinge, beobachtet ihr Umfeld genau und versucht herauszufinden, wer sie eigentlich selbst sein möchte.

Denn genau darum geht es in dieser Geschichte für mich eigentlich.

Nicht um Glamour.

Nicht um die Royals.

Nicht einmal um die Liebesgeschichte.

Sondern um Identität.

Um die Frage, wo man hingehört.

Und ob Herkunft wirklich bestimmt, wer man sein soll.

Natürlich kommt dabei auch das Drama nicht zu kurz.

Immerhin befinden wir uns mitten in der Londoner High Society. 😅

Gerüchte verbreiten sich schneller als jede offizielle Nachricht. Hinter jeder perfekten Fassade lauern Geheimnisse und kaum jemand scheint vollständig ehrlich zu sein.

Genau diese Mischung aus Klatsch, Intrigen und gesellschaftlichen Machtspielchen hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Ich habe mich teilweise gefühlt, als würde ich heimlich bei den reichsten und privilegiertesten Jugendlichen Londons mit am Tisch sitzen.

Und dann wäre da natürlich Xavier.

Der arrogante Herzog.

Der Junge, bei dem man schon auf den ersten Seiten ahnt, dass deutlich mehr hinter der Fassade steckt als bloße Überheblichkeit.

Anfangs wollte ich ihn ehrlich gesagt mehrfach schütteln. 😅

Er macht es einem nicht unbedingt leicht, ihn zu mögen.

Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr bekommt man Einblicke in die Person hinter dem Titel. Das macht ihn deutlich interessanter, als er zunächst erscheint.

Die romantischen Elemente haben mir ebenfalls gut gefallen.

Sie stehen nie komplett im Mittelpunkt, sondern fügen sich natürlich in die Geschichte ein. Viel wichtiger sind die zwischenmenschlichen Beziehungen insgesamt – Freundschaften, Familienkonflikte und die Frage, wem man überhaupt vertrauen kann.

Und dann müssen wir über Tante Tabatha sprechen.

Ganz ehrlich? Ich habe jede einzelne Szene mit ihr geliebt. Diese Frau ist ein absolutes Original.

Extravagant, laut, chaotisch und dabei gleichzeitig unglaublich liebenswert.

Immer wenn sie aufgetaucht ist, wusste ich, dass es unterhaltsam wird.

Für mich war sie definitiv eines der Highlights des Buches.

Überhaupt leben viele Figuren von ihren Ecken und Kanten. Niemand wirkt vollkommen glatt oder austauschbar. Dadurch fühlt sich die Geschichte lebendig an und die Dynamiken zwischen den Charakteren machen einfach Spaß.

Auch der Schreibstil hat mich schnell abgeholt.

Leicht, locker und angenehm zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin und ehe man sich versieht, ist man schon wieder deutlich weiter, als man eigentlich wollte.

Genau solche Bücher liebe ich zwischendurch.

Bücher, die einen unterhalten.

Die nicht permanent versuchen, besonders tiefgründig oder dramatisch zu sein und trotzdem wichtige Themen ansprechen.

Hot Young Royals verbindet Glamour, Geheimnisse, Romantik und Selbstfindung zu einer Geschichte, die einfach unglaublich viel Spaß macht.

War alles vollkommen überraschend?

Nein. Musste es aber auch gar nicht sein.

Denn manchmal möchte ich einfach in eine Welt voller royaler Skandale, Intrigen und schöner Kleider eintauchen und mich ein paar Stunden bestens unterhalten lassen.

Und genau das hat dieses Buch geschafft.

Für mich war es ein echtes Wohlfühlbuch mit Gossip-Girl-Vibes, liebenswerten Figuren und genau der richtigen Mischung aus Drama, Herz und Humor.

Eine klare Empfehlung für alle, die royale Geschichten, High-Society-Chaos und YA-Romance lieben.


‚Empire of Burning Shadows – Magical Fate’ von Maxime Herbord

Manchmal reicht ein einziges Bild und man weiß sofort: Dieses Buch wird bei mir einziehen.

Genau so ging es mir mit Empire of Burning Shadows – Magical Fate’ von Maxime Herbord.

Dieses Cover. Der Farbschnitt. Die Farben. Die Stimmung.

Alles an diesem Buch hat mich schon optisch angesprochen, lange bevor ich überhaupt die erste Seite gelesen habe. Und als dann noch eine Romantasy voller Licht- und Schattenmagie, verborgener Kräfte und einem Love Triangle dazukam, war meine Neugier endgültig geweckt.

Zum Glück hat die Geschichte hinter dem hübschen Äußeren auch einiges zu bieten.

Im Mittelpunkt steht Joslin, die gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder in einem kleinen Dorf lebt. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen – bis während des Lichterschattenfests alles aus dem Ruder läuft. Ihr Bruder wird entführt und plötzlich bleibt ihr keine andere Wahl, als sich auf die Suche nach ihm zu machen.

Was zunächst wie eine klassische Rettungsmission beginnt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Größerem.

Denn nicht nur die Welt, die Joslin zu kennen glaubt, verändert sich. Auch sie selbst entdeckt nach und nach Fähigkeiten und Geheimnisse, die ihr bisher völlig verborgen geblieben sind.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir unglaublich leicht.

Man lernt Joslin zunächst in ihrem gewohnten Umfeld kennen, wodurch man schnell ein Gefühl für ihre Persönlichkeit bekommt. Sie ist neugierig, direkt, loyal und vor allem jemand, der nicht lange schweigend zusieht, wenn Menschen, die ihr wichtig sind, in Gefahr geraten.

Gerade ihre Beziehung zu ihrem Bruder mochte ich sehr.

Man spürt von Anfang an, wie eng die beiden verbunden sind und genau deshalb konnte ich ihre Motivation gut nachvollziehen.

Allerdings war genau dieser Handlungsstrang auch der Punkt, an dem ich mir etwas mehr Konsequenz gewünscht hätte.

Denn obwohl Joslins Ziel eigentlich klar ist, verliert sie es unterwegs immer wieder ein wenig aus den Augen. Neue Ereignisse, neue Begegnungen und neue Ideen drängen sich dazwischen, sodass die eigentliche Suche stellenweise fast in den Hintergrund rückt.

Dadurch wirkte die Handlung auf mich manchmal etwas sprunghaft.

Es gab Momente, in denen ich mir einen stärkeren roten Faden gewünscht hätte.

Vor allem, weil die Grundidee wirklich stark ist.

Auch bei den Herausforderungen, denen Joslin begegnet, hatte ich häufig das Gefühl, dass vieles etwas zu leicht funktioniert. Natürlich gibt es Hindernisse und Schwierigkeiten, aber selten hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich an ihre Grenzen gebracht wird.

Und genau das fand ich schade.

Denn gerade an Konflikten wachsen Figuren.

Ich hätte mir gewünscht, dass sie öfter scheitert, zweifelt oder Umwege gehen muss.

Dadurch wäre ihre Entwicklung für mich noch greifbarer geworden.

Besonders spannend fand ich dagegen die beiden Männer, die eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen.

Lanir und Khiran könnten unterschiedlicher kaum sein und genau dadurch entsteht natürlich sofort die Frage, für wen Joslins Herz am Ende schlagen wird.

Oder ob überhaupt.

Beide Figuren bleiben lange geheimnisvoll und man erfährt immer nur kleine Bruchstücke über sie.

Das sorgt einerseits für Spannung, andererseits fiel es mir dadurch manchmal schwer, eine wirklich enge Verbindung zu ihnen aufzubauen.

Vor allem Lanir blieb für mich emotional etwas auf Distanz.

Trotzdem mochte ich die Dynamik zwischen den Figuren grundsätzlich sehr.

Die Idee hinter dem Love Triangle hat definitiv Potenzial und ich bin gespannt, wie sich das Ganze in der Fortsetzung weiterentwickeln wird.

Was mir dagegen richtig gut gefallen hat, war die Welt selbst.

Das Worldbuilding steckt voller interessanter Ansätze und macht neugierig auf mehr. Besonders die Magie rund um Licht und Schatten fand ich spannend. Man merkt schnell, dass hier deutlich mehr hinter allem steckt, als zunächst sichtbar wird.

Allerdings hätte ich mir gewünscht, noch tiefer in diese Welt eintauchen zu können.

An vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass das Potenzial riesig ist, aber noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Ähnlich ging es mir mit dem Magiesystem.

Die Ideen sind da.

Die Grundlagen ebenfalls.

Aber ich wollte einfach mehr erfahren.

Mehr Hintergründe. Mehr Zusammenhänge. Mehr Zeit in dieser Welt verbringen.

Der Schreibstil von Maxime Herbord hat mir insgesamt sehr gut gefallen.

Die Geschichte liest sich angenehm flüssig und die Dialoge wirken natürlich. Besonders die atmosphärischen Beschreibungen haben dafür gesorgt, dass viele Szenen direkt vor meinem inneren Auge entstanden sind.

Man merkt, wie viel Wert die Autorin auf Sprache legt. Teilweise arbeitet sie mit wunderschönen Bildern und Metaphern.

An einigen Stellen war mir das persönlich fast ein bisschen zu viel, weil es meinen Lesefluss kurz unterbrochen hat. Aber das ist reine Geschmackssache und wird viele Leser wahrscheinlich gerade begeistern.

Und dann dieses Ende. Ganz ehrlich? Das war gemein.

Genau die Art von Cliffhanger, die dafür sorgt, dass man das Buch zuklappt und sofort wissen möchte, wie es weitergeht.

Empire of Burning Shadows ist für mich ein gelungener Auftakt mit einer spannenden Grundidee, interessanten Figuren und einer Welt, die noch unglaublich viel Potenzial bereithält.

Nicht alles konnte mich vollständig überzeugen. Vor allem bei der Figurenentwicklung und dem roten Faden hätte ich mir stellenweise etwas mehr Tiefe gewünscht.

Trotzdem hat mich die Geschichte neugierig gemacht und vor allem das Ende sorgt dafür, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen möchte.

Eine sympathische Hauptfigur, interessante Magie, ein spannendes Love Triangle und eine Welt, von der ich gerne noch mehr entdecken möchte.

🖤🖤🖤🖤

4 von 5 Sternen