Der zweite Band von School of Darkness hat mich wieder genau dorthin zurückgezogen, wo ich nach Band eins eigentlich gar nicht mehr hinwollte – und gleichzeitig unbedingt wieder hinmusste: in diese düsteren Flure voller Geheimnisse, Misstrauen und dieser unterschwelligen Gefahr, die sich durch jede Seite zieht.
Mit „A Light Will Spark“ von Beril Kehribar kehrt man zurück an die Hill Cove Boarding School – einen Ort, der gleichzeitig vertraut und bedrohlich wirkt. Und genau diese Atmosphäre macht die Reihe für mich so besonders. Dieses Internat fühlt sich nicht einfach nur wie ein Setting an. Es lebt. Die Schatten, die dunklen Gänge, das flackernde Licht und die Geheimnisse, die überall zwischen den Mauern lauern, erschaffen wieder diese intensive Dark-Academia-Stimmung, die mich schon im ersten Band komplett abgeholt hat.
Besonders gelungen fand ich, wie schnell man wieder mitten in der Geschichte drin ist. Die Spannung baut sich direkt auf und man merkt sofort, dass sich die Situation weiter zuspitzt. Die Dunkelheit ist greifbarer geworden, bedrohlicher – und gleichzeitig wächst auch der emotionale Druck auf die Figuren.
Vor allem Aurelia hat mir in diesem Band unglaublich gut gefallen. Ihr innerer Konflikt wirkt viel intensiver als noch zuvor. Sie versucht ihre Kräfte zu verstehen, kämpft mit Zweifel, Angst und gleichzeitig mit dem Wunsch, endlich Antworten zu finden. Gerade diese Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke macht sie für mich zu einer sehr greifbaren Protagonistin.
Und dann ist da Nathanael…
Ganz ehrlich, diese Dynamik zwischen den beiden lebt wirklich von dieser bittersüßen Spannung. Von Gefühlen, die eigentlich nicht sein sollten, von Sehnsucht, Distanz und dieser permanenten Gefahr, die über allem schwebt. Ihre Verbindung fühlt sich nie leicht oder unkompliziert an – sondern eher wie etwas, das jederzeit auseinanderbrechen könnte. Genau das macht die romantischen Momente aber auch so intensiv.
Man merkt beiden Figuren an, wie sehr sie miteinander kämpfen und gleichzeitig gegeneinander. Diese Mischung aus verbotenen Gefühlen und äußerer Bedrohung sorgt dafür, dass selbst ruhige Szenen eine gewisse Spannung behalten.
Auch die Handlung selbst entwickelt sich deutlich dynamischer weiter. Alte Mächte regen sich, Geheimnisse verdichten sich und die Gefahr wächst spürbar mit jeder Seite. Dabei mochte ich besonders, dass die Geschichte nicht nur auf Action setzt, sondern viel über Atmosphäre funktioniert. Dieses konstante Gefühl, dass etwas Dunkles näherkommt, zieht sich durch das gesamte Buch.
Hill Cove wird dabei fast selbst zu einer Figur. Ein Ort voller Schatten, Erinnerungen und ungelöster Geheimnisse. Genau solche Settings liebe ich in Romantasy-Geschichten.
Das Finale bringt dann nochmal ordentlich emotionale Wucht mit. Vielleicht haben mich nicht alle Wendungen komplett überrascht, aber das hat der Wirkung kaum geschadet. Gerade emotional funktioniert das Ende unglaublich gut und hinterlässt dieses typische Gefühl von: Ich brauche sofort den nächsten Band.
Für mich ist „A Light Will Spark“ eine starke, düstere Fortsetzung, die besonders von ihrer Atmosphäre, den emotionalen Konflikten und der intensiven Dynamik zwischen Aurelia und Nathanael lebt.
Eine Geschichte voller Schatten, verbotener Gefühle und Magie, die sich immer weiter verdichtet.
4 von 5 Sternen ⭐️





