Es passiert mir mittlerweile wirklich oft, dass ich Bücher durch Empfehlungen aus der Community entdecke. Und ganz ehrlich? Bookstagram ist gefährlich. 😅
Denn eigentlich wollte ich meinen SuB reduzieren – stattdessen wächst er zuverlässig weiter, weil ständig irgendjemand ein Buch zeigt, das einfach viel zu gut klingt.
Bei „The Cursed Queen: Seelenmal“ von Juliane Maibach war es genau so. Ich habe das Buch immer wieder gesehen, ständig positive Stimmen dazu gelesen und irgendwann dachte ich mir: Okay, ich muss wissen, was dahinter steckt.
Und was soll ich sagen?
Ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Schon die Grundidee hat mich sofort neugierig gemacht. Eine junge Frau, die in einem magischen Hochsicherheitsgefängnis aufwächst, brutale Blutspiele, eine Welt voller Machtkämpfe und Intrigen – und mittendrin eine Protagonistin, die nicht gerettet werden will, sondern nur ein einziges Ziel kennt: Rache.
Genau solche Geschichten liebe ich.
Besonders stark fand ich direkt die Atmosphäre des Buches. Tenebris ist kein Ort, den man einfach nur beschrieben bekommt – man spürt ihn beim Lesen. Diese bedrückende Dunkelheit, die Gewalt, die Hoffnungslosigkeit und gleichzeitig dieses ständige Gefühl, dass hinter allem noch viel mehr lauert. Das Gefängnis wirkt beinahe wie eine eigene Figur innerhalb der Geschichte.
Und genau dadurch entsteht von Anfang an diese intensive Stimmung, die einen komplett in die Handlung hineinzieht.
Elana mochte ich dabei unglaublich gern – gerade weil sie keine klassische Heldin ist. Sie ist nicht weich, nicht perfekt und definitiv nicht darauf ausgelegt, von jedem gemocht zu werden. Sie ist geprägt von allem, was sie erlebt hat, kämpft ums Überleben und handelt oft gnadenlos.
Aber genau das macht sie so glaubwürdig.
Hinter ihrer Härte spürt man permanent die Verletzungen, die Wut und dieses tiefe Bedürfnis nach Kontrolle über ihr eigenes Leben. Sie wirkt nie künstlich stark, sondern wie jemand, der stark werden musste, weil ihm nie eine andere Wahl geblieben ist.
Und dann ist da Riven.
Der oberste Leibwächter des Königs, der plötzlich auftaucht, um Elana ausgerechnet aus Tenebris zu befreien.
Ganz ehrlich?
Diese Dynamik zwischen den beiden war eines meiner absoluten Highlights.
Zwischen ihnen knistert es von Anfang an, aber nicht auf diese typische „Wir sehen uns und verlieben uns sofort“-Art. Stattdessen ist da Misstrauen, Spannung und ständig dieses Gefühl, dass beide eigentlich gegeneinander arbeiten müssten.
Gerade dieses langsame Annähern hat mir unglaublich gut gefallen. Vertrauen entsteht hier nicht einfach nebenbei – es muss sich erarbeitet werden. Und genau deshalb wirken die emotionalen Momente zwischen ihnen so intensiv.
Auch der Schreibstil hat mich positiv überrascht. Die Geschichte liest sich unglaublich flüssig und schafft es gleichzeitig, diese düstere Atmosphäre dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Fantasywelt wirkt komplex genug, um spannend zu sein, ohne dabei überladen oder unnötig kompliziert zu wirken.
Gerade das fand ich richtig angenehm. Man wird nicht mit endlosen Erklärungen erschlagen, sondern entdeckt die Welt Stück für Stück gemeinsam mit den Figuren.
Und obwohl die Geschichte viele klassische Fantasy-Elemente enthält – Magie, Intrigen, Machtkämpfe – fühlt sie sich trotzdem frisch und modern an.
Die Handlung selbst entwickelt sich dabei konstant spannend weiter. Es gibt immer wieder Wendungen, neue Konflikte und Situationen, in denen man merkt, dass niemand wirklich sicher ist. Gleichzeitig verliert die Geschichte nie ihre emotionale Ebene aus den Augen.
Und dann dieses Ende…
Ich saß wirklich da und musste das Gelesene erstmal kurz verarbeiten.
Nicht nur wegen der Wendungen, sondern weil die Geschichte es geschafft hat, mich emotional komplett mitzunehmen.
Für mich ist „The Cursed Queen: Seelenmal“ eine dieser Überraschungen, bei denen man merkt, wie wertvoll Empfehlungen aus der Community manchmal sein können.
Eine düstere, intensive Fantasygeschichte voller Spannung, Magie und Figuren, die sich nicht einfach in Schwarz und Weiß einteilen lassen.
5 von 5 Sternen ⭐️
Und Band zwei ist für mich definitiv Pflicht.
