Was ist da los?

Euch ist bestimmt schon aufgefallen – hier war es etwas ruhiger in letzter Zeit. Keine Sorge, ich habe weder das Lesen aufgegeben (Gott bewahre!) noch bin ich heimlich auf Weltreise gegangen. Die Wahrheit ist viel unspektakulärer, aber gleichzeitig eine ziemliche Umstellung: Meine Elternzeit ist vorbei. 🍼➡️💼

Nach drei Kindern wieder ins Berufsleben einzusteigen ist … sagen wir mal … ein kleiner Kulturschock. Statt Kuschelstunden und Kinderchaos heißt es jetzt: Stundenpläne, Meetings, Mails, Deadlines. Und weil das Schicksal Humor hat, fällt das Ganze natürlich auch noch genau mit dem Start ins neue Schuljahr zusammen. Ja, richtig gehört: Während ich eigentlich nur still und heimlich in Ruhe lesen möchte, werde ich stattdessen von To-do-Listen erschlagen.

Und die Bücher? Die schauen mich vorwurfsvoll an. Wirklich! Ich habe eine ganze Kiste voller Schätze, die nur darauf warten, von mir gelesen, fotografiert und hier gezeigt zu werden. Sie liegen da wie kleine Welpen im Tierheim, die mit großen Augen sagen: „Nimm mich, lies mich, rezensier mich!“ Und ich? Ich renne zwischen Job, Familie und Schreibtisch hin und her und höre sie leise schluchzen.

Aber – und hier kommt die gute Nachricht – gelesen habe ich in den letzten Wochen natürlich trotzdem! Nur eben noch nicht alles mit euch geteilt. Bedeutet für euch: Da kommt noch einiges. Rezensionen, Meinungen, Buchliebe, vielleicht auch ein bisschen Gejammer über fehlende Lesezeit (aber hey, das kennt ihr ja von mir).

Kurz gesagt: Es bleibt spannend – beruflich wie buchig. Und keine Sorge, ich verschwinde nicht, ich sortiere mich nur neu. Gebt mir ein bisschen Zeit, dann gibt’s hier wieder regelmäßig Lesefutter.

Bis dahin: Habt Nachsicht mit mir – und drückt die Daumen, dass die Kaffeetasse groß genug ist, um mich durch diese neue Alltags-Bossfight-Phase zu tragen. ☕📚✨


‚Venator: Zerstöre für uns‘ von Isabelle North

Würdest du für die Liebe alles riskieren – selbst wenn es dich deine Freiheit kosten könnte?

Genau diese Frage stellt sich Savannah in ‚Venator: Zerstöre für uns‘ von Isabelle North.

Ich sage euch, ich bin direkt mitten reingestolpert – Band 3! Ja, ich weiß … sehr mutig, Miriam! 😅 Aber die Reihe hat mich so angelächelt, dass ich einfach nicht widerstehen konnte.

Und jetzt? Habe ich riesigen Nachholbedarf, denn ich will unbedingt wissen, wie alles angefangen hat!

„Du hast uns verraten. Glaubst du wirklich, du könntest fliehen? Nun gut, lass uns spielen. Lauf, kleiner Hase, lauf. Versteck dich. Wir werden dich finden. Dein Platz wird an unserer Seite sein.“

Dieser Satz? Gänsehaut pur! 😱

Ein Einstieg mitten ins Chaos

Band 3 setzt ohne Vorwarnung an – keine lange Einleitung, kein langsames Warmwerden, keine Pause zum Durchatmen. Wir sind sofort mittendrin.

Die W&R-Akademie: ein einziges Trümmerfeld. Flammen, Rauch, Tod. Savannah Diaz hat das Unmögliche überlebt – und das nur dank der Savior-Rebellen, die sie aus der Hölle herausgerissen haben.

Aber dieser Sieg hat einen Preis.

Denn Savannah ist nicht nur Überlebende. Sie ist auch Verräterin. Und dieses Etikett klebt wie Gift an ihr.

Gefangen in einem Netz aus Schuld und Angst, verstecken die Rebellen sie in ihrem Unterschlupf, weit weg von der Akademie. Hier, in der Enge des Camps, prallen Hoffnung und Hass, Loyalität und Misstrauen aufeinander. Savannah ist zerrissen zwischen dem, was sie verloren hat, und dem, was sie noch retten will.

Doch dann kommt der Moment, der alles verändert: Ihre Gefühle für die Regents – mächtig, gefährlich, unberechenbar. Niemand darf davon erfahren. Nicht hier, nicht jetzt, nicht bei den Rebellen, die jeden, der mit den Regents sympathisiert, am liebsten verbrennen würden. Und während Savannah nach ihrer Mutter sucht, nach Antworten, nach einem Stück Sicherheit, gerät sie immer tiefer in ein Spiel aus Intrigen und Verrat, in dem sie nicht mehr weiß, wem sie noch trauen kann.

Eine Welt voller Geheimnisse, Macht und Verrat

Isabelle North entführt uns in eine düstere, gefährliche Welt, in der jede Entscheidung einen Krieg auslösen könnte. Die Atmosphäre ist so greifbar, dass man fast das Knistern der Spannung spürt, wenn Rebellen und Regents aufeinandertreffen.

Besonders genial finde ich die Erzählweise: Wir lesen nicht nur Savannahs Perspektive, sondern auch Kapitel aus Sicht der Regents. Das macht die Geschichte noch spannender, weil man als Leser beide Seiten kennt – die Intrigen, die Täuschungen, die Machtspiele. Man spürt diesen Druck, diese ständige Bedrohung, die wie ein Schatten über allem liegt.

Und dann die Charaktere! 🖤

Savannah ist eine der Protagonistinnen, die ich am liebsten anschreien und gleichzeitig umarmen möchte. Stark, mutig, verletzlich – und so unglaublich menschlich. Sie kämpft mit Schuldgefühlen, mit Sehnsüchten, mit Entscheidungen, die ihr Herz und ihren Verstand in Stücke reißen.

Die Regents? Geheimnisvoll, gefährlich, faszinierend. Ich liebe dieses moralisch graue Setting, in dem es kein klares Gut und Böse gibt. Jeder hat seine eigenen Pläne, seine eigenen Geheimnisse, und genau das macht die Geschichte so vielschichtig.

Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann

Der Schreibstil von Isabelle North ist einfach wunderschön. Leicht, bildhaft und gleichzeitig unglaublich atmosphärisch. Ich war sofort in der Geschichte, habe Seite um Seite verschlungen und war ständig hin- und hergerissen zwischen „Ich muss wissen, wie es weitergeht!“ und „Ich will, dass es nie endet“.

Besonders genial: Die Gestaltung des Buches! Die schwarzen Seiten passen perfekt zum düsteren Ton der Geschichte und machen das Ganze zu einem richtigen Leseerlebnis. Schon beim Aufschlagen hatte ich das Gefühl, mitten in Savannahs Welt einzutauchen.

Und dann … Vampire! 🦇 Ja, wir reden hier über Vampire. Aber nicht die klassischen, kitschigen Glitzerversionen, sondern gefährliche, unberechenbare Wesen, die perfekt in diese düstere Welt passen.

Mein Fazit

Venator: Zerstöre für uns‘ ist ein packender, atmosphärischer und emotionaler dritter Band, der mich absolut mitgerissen hat. Ich habe gelitten, mitgefiebert, mich verloren und wiedergefunden. Spannung, Geheimnisse, Intrigen, ein Hauch Spice – alles da, perfekt dosiert.

⭐️⭐️⭐️⭐️✨ (4,5 von 5 Sternen)

Ein großartiger Band, der mich neugierig auf mehr macht. Und auch wenn ich mitten in die Reihe hineingesprungen bin, hat Isabelle North mich sofort eingefangen. Ich will mehr. Ich brauche mehr. Und ich freue mich schon jetzt riesig auf Band 4 und die beiden Vorgänger? Hol ich nach, klar!

Und jetzt seid ihr dran:

Habt ihr die Venator-Reihe schon gelesen? 🖤

Seid ihr Team Regents oder Team Rebellen?

Oder fangt ihr, wie ich, vielleicht auch erst mitten drin an?



Heavenbreaker – Sara Wolf

 Was würdet ihr tun, wenn Rache alles ist, was euch antreibt – aber plötzlich alles, woran ihr glaubt, infrage gestellt wird? Würdet ihr weiterkämpfen oder loslassen?

🌌 Wenn Rache alles ist … aber die Welt mehr Fragen als Antworten bereithält 🌌

Ihr kennt mich. Wenn ein Buch mit einer Raumstation, einem tödlichen Wettkampf, Intrigen, Racheplänen und einer komplizierten Lovestory daherkommt, dann hat es mich eigentlich schon vor dem ersten Satz. Und bei Heavenbreaker von Sara Wolf dachte ich wirklich: „Yes! Das wird mein Buch!“

Eine düstere Welt, ein verruchtes Machtspiel und eine Protagonistin, die alles aufs Spiel setzt – das klang nach genau der Art Fantasy-Sci-Fi-Mix, der mich normalerweise komplett verschlingt.

Tja … sagen wir mal so: Wir haben uns vorsichtig angenähert. Es gab Stellen, die mich gepackt haben, und Momente, in denen ich dachte: „Wow, das ist genial!“ … und dann gab es Passagen, in denen ich mich ein bisschen verloren gefühlt habe. Aber der Reihe nach:

Worum geht’s?

Wir befinden uns auf einer gigantischen Raumstation, irgendwo zwischen Zukunftsvision und dystopischem Alptraum.

Synali ist die uneheliche Tochter von Baron Hauteclare – einem der mächtigsten Männer auf dieser Station und gleichzeitig jemand, der ihre Existenz am liebsten komplett auslöschen würde. Und das meine ich buchstäblich: Um seinen Ruf zu schützen, setzt er Attentäter auf Synali und ihre Mutter an.

Synali überlebt. Ihre Mutter nicht.

Und ab diesem Moment gibt es für sie nur noch ein Ziel: Rache.

Als der mysteriöse Darvik, ein einflussreicher Adeliger, ihr einen Deal anbietet, scheint der Weg plötzlich klar: Sie soll an einem brutalen Wettkampf teilnehmen – einem Turnier, das tödlicher ist als alles, was sie je erlebt hat. Gewinnt sie, hilft Darvik ihr, die Mörder ihrer Mutter zur Strecke zu bringen.

Doch je tiefer Synali in diese Welt aus Lügen, Machtkämpfen und Verrat hineingezogen wird, desto mehr merkt sie: Nichts ist so, wie es scheint.

Und dann ist da noch Rax – ihr gefährlichster Gegner … und der Einzige, der ihr Herz zum Stolpern bringt.

Meine Meinung

Ich liebe Synali. Wirklich. Sie ist stark, kämpferisch, verletzlich und bereit, für ihre Ziele alles zu riskieren. Und trotzdem war ich manchmal frustriert, weil ihre innere Entwicklung stellenweise sprunghaft wirkte. Man merkt, dass die Autorin viel mit ihr vorhatte, aber nicht jede Entscheidung von ihr hat sich für mich konsequent angefühlt.

Darvik dagegen? Mega spannend! Ein Charakter, der gleichzeitig Mentor, Strippenzieher und moralisch graue Eminenz ist. Er ist berechnend, kontrollierend und absolut undurchschaubar – und genau das macht ihn interessant.

Bei Rax hingegen … hm. Sagen wir so: Er sollte der Love Interest sein, aber das Feuer zwischen den beiden hat für mich lange gefehlt. Erst gegen Ende kam da etwas mehr Dynamik auf, aber da hätte ich mir deutlich mehr Tiefgang gewünscht.

Und dann die Welt. Ohhh, das Setting hätte so viel Potenzial gehabt! Eine gigantische Raumstation, eine dekadente Adelsgesellschaft, gefährliche Gilden, religiöse Machtspiele und Rebellengruppen im Untergrund … alles Zutaten für ein episches Worldbuilding. Leider werden viele dieser Punkte nur angerissen. Ich wollte mehr sehen, mehr spüren, mehr fühlen – aber oft blieb das Bild vor meinem inneren Auge verschwommen.

Was mich dennoch bei der Stange gehalten hat, waren die kleinen Wendungen und Andeutungen, die zeigen: Hier steckt noch viel mehr, als Band 1 verrät. Kein krasser Mindblow, aber genug, um mich neugierig auf die Fortsetzung zu machen.

Heavenbreaker ist der Auftakt einer Dilogie, der mich mit seinem Konzept komplett überzeugt hat – die Umsetzung aber noch Luft nach oben lässt.

Die Mischung aus Fantasy und Science-Fiction ist spannend, die Story hat Potenzial und Synali ist definitiv eine Figur, die man nicht vergisst. Aber ich hätte mir mehr Tiefe, mehr Details und mehr emotionale Wucht gewünscht.

Trotzdem: Ich bin neugierig, wie es weitergeht. Band 2 könnte die offenen Fäden zusammenführen und hoffentlich das liefern, was ich mir hier schon erhofft hatte.

⭐️⭐️⭐️💫 (3,5 von 5)

Ein solider Start – mit viel Potenzial nach oben.


Frankfurt Beats“ von Oliver Baier

 📚 Habt ihr schon mal ein Buch gelesen, das euch überrascht hat, weil es ganz anders war, als ihr erwartet habt?

Genau das hatte ich mit „Frankfurt Beats“ von Oliver Baier – und ich sag’s euch: Das ist kein klassischer Thriller, sondern ein richtig intensives Familiendrama mit Mystery-Vibes und einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik.

Worum geht’s? Milan lebt in Frankfurt, betäubt sich mit Beats, Dates und Drugs, um dem Schmerz über seinen verstorbenen Zwillingsbruder Leo zu entkommen. Doch dann taucht plötzlich eine Frau auf, die behauptet, seine Mutter zu sein. Eine Mutter, die er nie kannte. Sie sagt, sie sei in Gefahr – verfolgt, bedroht, ohne Zuflucht. Und mit ihr kommen Geheimnisse ans Licht, die alles verändern könnten. Denn sie hütet eine Wahrheit, die Milan direkt in einen Strudel aus Schuld, Gewalt und Verrat zieht.

Ich geb’s zu: Am Anfang brauchte ich ein paar Kapitel, um reinzukommen, weil die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Aber sobald ich drin war, konnte ich nicht mehr aufhören.

Was Oliver Baier richtig gut kann? Charaktere schreiben, die nicht schwarz oder weiß sind. Hier gibt’s keine einfachen Schubladen. Da ist Martina, eine Auftragskillerin, die von Reue geplagt wird. Eine Rechtsradikale, die plötzlich Hilfe von genau denen braucht, die sie hasst. Und Milan – manchmal egoistisch, manchmal zärtlich, manchmal komplett verloren. Alles ist grau. Alles ist komplex. Und genau das macht’s so spannend!

Die Atmosphäre ist dicht, manchmal richtig beklemmend, und gleichzeitig geht das Buch tiefer, als ich erwartet habe. Familie, Identität, Schuld, Moral – hier steckt so viel drin, dass ich zwischendurch echt durchatmen musste.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt? Ein bisschen mehr Frankfurt-Feeling hätte ich mir gewünscht. Es hätte fast jede andere Großstadt sein können. Und das Finale… na ja, das hätte ruhig noch etwas ausschweifender sein dürfen. 😏

Mein Fazit: „Frankfurt Beats“ ist kein Thriller wie jeder andere – und genau das macht ihn lesenswert. Wer Lust auf eine Mischung aus Familiendrama, Geheimnissen und düsterer Spannung hat, sollte hier definitiv zugreifen.

⭐️⭐️⭐️ von 5 Sternen

Und jetzt seid ihr dran: Mögt ihr lieber klassische Thriller mit Mord & Blut oder eher die stillen, psychologischen Geschichten mit viel Drama und Geheimnissen? Erzählt’s mir in den Kommentaren! 💬


Wie ich meine Rezensionen schreibe – oder: Organisation ist meine heimliche Superkraft

Wie ich meine Rezensionen schreibe – oder: Organisation ist meine heimliche Superkraft

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich es eigentlich schaffe, so viel zu lesen – besonders dann, wenn ich am Ende des Monats diesen berüchtigten Stapel gelesener Bücher präsentiere, der wahlweise bewundernd oder leicht panisch kommentiert wird. Die ehrliche Antwort? Planung. Und Kaffee. Viel Kaffee. Denn nein, ich habe diese Bücher natürlich nicht alle in genau diesem Monat gelesen. Der hübsch drapierte Bücherstapel ist in Wirklichkeit das Ergebnis von guter Organisation, einem ziemlich ausgefuchsten Redaktionsplan und einem kleinen bisschen Vorausdenken. Viele der Bücher, die ich euch zeige, habe ich schon Wochen oder sogar Monate vorher gelesen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenn es sich um Rezensionsexemplare handelt, müssen natürlich auch bei mir Fristen eingehalten werden – da hilft kein Kaffee der Welt, wenn der Termin näher rückt.

Was mein kleines System zusammenhält, ist eigentlich ganz simpel: Sobald ich ein Buch beende, schreibe ich direkt die Rezension. Keine Gnade. Keine Ausrede. Denn genau in dem Moment sind die Gefühle noch frisch, die Eindrücke klar und die Begeisterung (oder der Frust) ungefiltert. Ich bin da noch voll in der Welt des Buches, noch ganz nah bei den Figuren, noch im Bann der letzten Seite. Und genau das möchte ich einfangen – diese echte, rohe, ehrliche Reaktion, bevor der Alltag alles wieder glättet. Klar, manchmal überarbeite ich die Rezension später noch ein wenig. Ein Satz fliegt raus, ein neuer kommt dazu, manchmal wird ein wenig an der Struktur gefeilt – aber das Herzstück, der Kern, entsteht immer direkt im Anschluss ans Lesen.

Aktuell habe ich meine Beiträge sogar bis in den September geplant – ja, wirklich. Und bevor jemand fragt: Nein, ich bin kein überorganisierter Maschinenmensch, ich habe einfach festgestellt, dass mir so eine Vorplanung unglaublich viel Freiheit verschafft. Ich kann spontan auf Neuerscheinungen reagieren, aktuelle Themen aufgreifen oder auch mal eine Leseflaute ohne schlechtes Gewissen überstehen. Denn machen wir uns nichts vor: Wenn Lesen sich wie ein Job anfühlt, wenn es nur noch um Content, Deadlines und Sichtbarkeit geht, dann geht der Spaß flöten. Und das will ich nicht. Ich will lesen, weil ich es liebe – nicht, weil der Algorithmus es verlangt.

Ja, ich lese schnell. An einem guten Tag schaffe ich auch mal 600 Seiten, ohne rot zu werden. Aber dafür müssen wirklich alle Sterne günstig stehen: Ich muss Lust auf das Buch haben, mich konzentrieren können, keine Migräne, keine Kinder mit akuten Bastelbedürfnissen, keine To-do-Liste, die mir ins Ohr flüstert. Und manchmal, da möchte ich ein Buch auch einfach nur genießen. Seite für Seite. Ohne Hetze. Weil manche Geschichten nicht zum Durchrennen gemacht sind, sondern zum Versinken.

In der Woche lese ich im Schnitt etwa drei Bücher, dazu kommen meist noch zwei Hörbücher, die mich durch den Alltag begleiten. Und all das teile ich auf meinem Account – insbesondere bei den „Spannungsmomenten“, wo ich euch meine liebsten Lesefunde präsentiere. Und falls ihr euch fragt, ob ich ein Lese-Ungeheuer bin: Nein. Ich bin einfach nur Miri, die gerne liest, gerne schreibt – und sich irgendwann gesagt hat: „Wenn ich das schon alles lese, kann ich auch gleich drüber reden.“

Wie macht ihr das? Lest ihr ein Buch und schreibt direkt die Rezension, oder braucht ihr erstmal Abstand, bevor ihr eure Gedanken sortiert? Seid ihr chaotische Bauchmenschen oder eher minutiös geplante Wortakrobaten? Ich bin gespannt auf eure Einblicke – und vielleicht den ein oder anderen Orga-Tipp, den ich noch nicht kenne.


📚✨ Welche Bücher durften im August bei euch einziehen? ✨📚

Hand aufs Herz: Mein SuB weint. Mein Herz aber? Es tanzt Foxtrott, Walzer und vielleicht sogar ein bisschen Macarena. 💃📖

August war wieder so ein Monat, in dem der Postbote mich vermutlich heimlich auf seine „Problemkunden-Liste“ gesetzt hat. 🙈 Aber hey – was soll ich machen? Neue Bücher riechen einfach nach Glück, Abenteuer und ein kleines bisschen Eskapismus. Und ganz ehrlich: Gibt es etwas Schöneres, als in eine Geschichte einzutauchen, die man noch nicht kennt, aber schon jetzt liebt? Eben.

Ich schwöre, ich wollte eigentlich ganz brav sein. Wirklich. “Erst mal den SuB abbauen”, habe ich gesagt. “Keine neuen Bücher kaufen”, habe ich gesagt. Tja. Schnitt. Da lag dann wieder dieses kleine Päckchen vor meiner Tür. Oder zwei. Oder… reden wir nicht drüber. 😅

Es ist wie ein Naturgesetz: Man will nur „mal kurz gucken“ und zack – schon sitzt man da mit fünf neuen Schätzen in der Hand und redet sich ein, dass es ja „Content fürs Buchblog“ ist. Natürlich. Reine Recherche. Für euch. Und ein bisschen für mich. Okay, hauptsächlich für mich.

Und ich muss sagen: Die August-Neuheiten waren einfach zu gut, um sie nicht sofort haben zu wollen! Neue Fantasy-Welten, spannende Thriller, emotionale Herzensbrecher – mein Leselämpchen glüht schon vor Vorfreude. Ich habe meine Neuzugänge schon sortiert, gestreichelt (ja, das macht man so 😌) und meine Leseplanung völlig über den Haufen geworfen. Aber was soll ich machen? Bücher haben bei mir einfach immer Vorrang vor Plänen.

Mich würde jetzt brennend interessieren: Was durfte bei euch im August einziehen? Habt ihr vielleicht schon eins meiner Neuzugänge gelesen? Könnt ihr mir sagen, ob ich zuerst zu meinem neuen Fantasy-Schätzchen greifen soll oder ob ich lieber direkt mit dem Thriller starten muss, weil ich sonst eh gespoilert werde? Ich bin sehr offen für Empfehlungen und Reihenfolgen-Tipps, weil meine Leseliste aktuell ungefähr so stabil ist wie ein Kartenhaus im Sturm. 😅

Also, her mit euren Empfehlungen, Meinungen und Lieblingsbüchern! Lasst uns den August noch einmal gemeinsam feiern und dem SuB einfach sagen, er soll sich nicht so haben – wir wissen doch alle, dass er insgeheim gerne wächst. 💛


A Curse So Divine – Der Wunsch, der uns zerreißt, von Emily Bähr

Also Leute, ich sag’s euch, nachdem ich die Dilogie von Emily Bähr so gefeiert habe, war völlig klar: Ich brauche mehr von ihr. Mehr Drama, mehr Emotionen, mehr Herzschmerz – einfach mehr Emily! Und was soll ich sagen? Kaum lag „A Curse So Divine – Der Wunsch, der uns zerreißt“ bei mir im Briefkasten, hab ich alles stehen und liegen lassen. Die Kinder? Haben kurz mal Papa-Tag. Der Haushalt? Tja … der darf sich kurz selbst organisieren. Ich musste wissen, wie es weitergeht!

Denn – und das muss man einfach sagen – Band 1 hatte mich am Ende komplett zerstört. Ich saß da, emotionaler Totalschaden, Herz in tausend Teile zerbröselt. Und genau da setzt Band 2 an. Kein Durchatmen, kein sanfter Einstieg, nein … Emily schmeißt uns direkt wieder mitten in den Sturm. Und ich? Freiwillig mitten rein.

Die Story

Ligeia und Apsinthion kehren an die Akademie zurück, schwer beladen mit der Erkenntnis, dass sie die Welt in ewige Nacht gestürzt haben. Kein Druck, ne? Während Ligeia vor Schuldgefühlen fast zerbricht, stößt sie Thion von sich und klammert sich verbissen an die Suche nach einer Lösung für den Fluch. Und natürlich ist das nicht einfach irgendein Fluch – nein, das Ding ist groß, gefährlich und absolut tödlich.

Ihr Weg führt sie ins Königreich Euphon, direkt in die goldene Wüste, und glaubt mir: Dort werden nicht nur Geheimnisse enthüllt, sondern auch so einige Illusionen zerstört. Parallel dazu springen wir 700 Jahre zurück und erfahren, wie alles begann: Ein finsterer Gott, eine verzweifelte Königin und ein einziger Wunsch, der das Schicksal einer ganzen Welt besiegelt. Ich liebe solche Rückblenden! Sie machen die Geschichte noch komplexer und spannender – und ehrlich gesagt … auch emotionaler.

Charaktere, Emotionen & Herzchaos

Ligeia ist für mich eine der stärksten Protagonistinnen überhaupt. Sie ist mutig, klug, kämpferisch, aber gleichzeitig so herrlich verletzlich und menschlich. Und dann ist da Apsinthion … mein Problemkind. Ich schwanke ständig zwischen „Ich liebe ihn“ und „Ich schmeiße dieses Buch gleich aus dem Fenster“. Genau das macht ihn so faszinierend: Er ist widersprüchlich, unberechenbar und hat eine Tiefe, die man selten findet.

Und ihre Dynamik? Leute, ich könnte ein ganzes Buch NUR über die beiden lesen. Ihre Schlagabtausche, diese unterschwelligen Emotionen, das ständige Auf und Ab zwischen Nähe und Distanz … hach! Manchmal hab ich laut gelacht, manchmal fast geheult, manchmal wollte ich sie einfach beide schütteln. Und das ist für mich immer das beste Zeichen: Wenn Figuren mich so sehr berühren, dass ich alles mitfühle, dann hat das Buch gewonnen.

Worldbuilding & Schreibstil

Ich sag’s ganz ehrlich: Emily Bähr ist ein Genie. Dieses Worldbuilding? Atemberaubend. Diese Mischung aus Magie, düsterer Atmosphäre und historischen Vibes ist einfach perfekt. Besonders das Setting – Britannia 1923 – hat mich komplett abgeholt. Ich hatte das Gefühl, die Akademie zu betreten, die Hitze der goldenen Wüste zu spüren und das Gewicht dieses Fluchs auf meinen eigenen Schultern zu tragen.

Und der Schreibstil … ach, ich liebe ihn. Bildlich, emotional, fesselnd – und trotzdem fließt alles so leicht, dass man gar nicht merkt, wie schnell man durch die Seiten fliegt. Ich hab gelesen, gelebt, gefühlt.

Dieses Ende. Dieser Cliffhanger. Diese Schmerzen.

Ich war eigentlich fest davon überzeugt, dass das hier eine Dilogie ist. Ganz ehrlich, ich hatte mich innerlich schon auf einen Abschluss vorbereitet. Und dann? BAM! Emily so: „Haha, nope.“ Dieser Cliffhanger hat mich zerrissen. Ich saß da, hab die letzten Seiten dreimal gelesen und dann das Buch einfach angestarrt. Leute, ich BRAUCHE Band 3. Sofort.

A Curse So Divine – Der Wunsch, der uns zerreißt“ ist für mich nicht einfach nur eine Fortsetzung, sondern eine emotionale Achterbahnfahrt, die mich komplett durchgeschüttelt hat.

Magisch, düster, herzzerreißend und voller Wendungen, die man nicht kommen sieht.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und warne euch: Lest dieses Buch nur, wenn ihr bereit seid, euer Herz an Emily Bähr zu verlieren. Ich bin sowas von hin und weg und kann Band 3 kaum erwarten.


Die Sprache der Drachen von S. F. Williamson

 Ein Drachenbuch? Da kann ich doch nie nein sagen! 🐉✨

Ganz ehrlich: Wenn irgendwo „Drachen“ draufsteht, bin ich dabei. Sofort. Ohne Diskussion. Ich liebe Drachen einfach – und dieses Buch hat mir noch einmal mehr gezeigt, warum!

Die Sprache der Drachen“ von S. F. Williamson ist für mich schon jetzt eines dieser Herzensbücher, die man nach dem Zuklappen nicht mehr loslassen kann. Und ich sage euch gleich: Es war eine wilde, magische, emotionale Achterbahnfahrt!

Die Geschichte entführt uns ins London des Jahres 1923. Ein Setting, das mich sofort gepackt hat: geheimnisvoll, düster, mit diesem Hauch „Dark Academia“, den ich so sehr liebe. Seit fünfzig Jahren herrscht Frieden zwischen Menschen und Drachen – zumindest offiziell. In Wahrheit bröckelt dieser Frieden an allen Ecken, denn das strenge Klassensystem, das den Vertrag stützt, spaltet die Gesellschaft immer mehr.

Und mitten in dieser zerrissenen Welt steht Vivien Featherswallow, eine junge Frau, die nichts anderes will, als ihre kleine Schwester Ursa zu schützen. Um an der Akademie für Drachensprache aufgenommen zu werden, hält Viv sich streng an jede Regel – bis ihre Eltern plötzlich verhaftet werden und ihre Welt in tausend Scherben zerfällt.

Aus Verzweiflung nimmt sie einen geheimnisvollen Auftrag in Bletchley Park an: Sie soll die Sprache der Drachen entschlüsseln. Was sie dabei entdeckt, verändert alles – ihre Familie, ihr Schicksal und ihr Bild von der Welt.

Und Leute, ich sage euch: Dieses Buch hat einfach alles, was ich an Fantasy liebe!

Drachen, ein unterschwelliger „Enemies-to-Lovers“-Vibe, ein Hauch Slowburn-Romantik, ein düsteres Setting mit absolutem „Dark Academia“-Feeling und dazu ein Worldbuilding, das so detailliert und clever konstruiert ist, dass ich ständig innehalten musste, um es wirken zu lassen. Die Autorin schreibt mit so viel Herzblut und Wissen, gerade was Sprachen betrifft, dass man das Gefühl hat, man lernt selbst, während man liest – und zwar ohne es zu merken.

Was mich besonders begeistert hat, war die emotionale Tiefe. Diese Charaktere! Ich habe so sehr mit ihnen gelebt, gelitten, gehofft und geliebt, dass ich bei mehreren Szenen Tränen in den Augen hatte. Und ja, das gilt nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Drachen. Es passiert nicht oft, dass ich bei Fantasy so emotional werde – aber hier war ich komplett drin.

Und dann dieses Ende.

Oh. Mein. Gott.

Ich war fassungslos. Komplett unvorbereitet. Ich hab das Buch zugeklappt, einmal tief durchgeatmet und direkt beschlossen: Ich brauche Band 2. Sofort.

Die Handlung ist perfekt strukturiert, keine Szene ist unnötig, keine Wendung vorhersehbar. Alles greift ineinander wie Zahnräder, die langsam aber gnadenlos in Bewegung gesetzt werden. Williamson versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen, Fragen zu streuen und sie dann im perfekten Moment zu beantworten. Besonders die Szenen in Bletchley Park waren so lebendig geschrieben, dass ich regelrecht einen Film vor Augen hatte – ich habe die Seiten verschlungen und gleichzeitig gehofft, dass das Buch niemals endet.

„Die Sprache der Drachen“ ist für mich ein absolutes Fantasy-Highlight und schon jetzt eines meiner Lieblingsbücher des Jahres. Wenn ihr Drachen liebt, cleveres Worldbuilding mögt und euch gerne in Geschichten verliert, die einen bis ins Mark treffen, dann müsst ihr dieses Buch lesen.

Von mir gibt’s ohne Zögern: 5 von 5 Sternen.

Und jetzt bete ich, dass Band 2 nicht allzu lange auf sich warten lässt – sonst muss ich wohl anfangen, selber Drachen zu beschwören. 🐉❤️