👉 Mit welchen Erwartungen geht man eigentlich an den letzten Band einer Reihe?
Man wünscht sich ein großes Feuerwerk, viele Gefühle, am liebsten ein paar Herzstillstand-Momente – und gleichzeitig hofft man, dass es niemals endet. Genau so ging es mir mit der Powerless-Reihe von Lauren Roberts. Ich habe sie geliebt, verschlungen, in mein Herz geschlossen – und nun sitze ich hier wehmütig, weil alles vorbei ist.
Powerless – Der Thron
Paedyn kehrt nach Ilya zurück, und sofort ist klar: Hier geht es um alles. Ihr Entschluss wird nicht nur ihr eigenes Leben verändern, sondern auch das Schicksal eines ganzen Königreichs. Liebe, Loyalität, Verrat – wer wird am Ende die Oberhand behalten?
Ich muss gestehen, der Einstieg fiel mir gar nicht so leicht. Zwei, drei, vielleicht sogar vier Kapitel habe ich gebraucht, um wieder ganz in der Geschichte anzukommen. Aber dann war es so, als hätte ich Ilya nie verlassen – plötzlich war ich wieder mitten drin in Intrigen, Geheimnissen und diesem hochemotionalen Chaos, das Lauren Roberts so meisterhaft erschafft.
Und schnell wurde klar: Leicht macht sie es uns nicht. Vor allem die Dreiecksbeziehung zwischen Paedyn, Kai und Kitt hat mich innerlich zerrissen. Ich schwärme so sehr für Paedyn und Kai – ihre Dynamik, ihre Intensität, ihre unausgesprochene Verbindung. Aber dann ist da Kitt … und dieses Spannungsfeld hat mich während des Lesens regelrecht aufgefressen.
Die Geschichte lebt von Enthüllungen und Momenten, die man so nicht kommen sieht. Besonders Paedyns Herkunft hat mich umgehauen. Alles, was man bisher über sie zu wissen glaubte, wird hier noch einmal auf den Kopf gestellt – und genau solche Wendungen machen den Band so spannend. Gleichzeitig bleibt das Netz aus Vertrauen, Verrat und Loyalität bis zum Schluss eng verwoben, sodass man nie wirklich sicher sein kann, wem man gerade trauen darf.
Und ja – es gab Szenen, die mir das Herz gebrochen haben. Momente, in denen ich das Buch kurz schließen musste, weil ich innerlich einfach schreien wollte. Aber genau das macht diese Trilogie aus: Sie hält die Tension zwischen den Figuren konstant hoch und liefert trotzdem immer wieder emotionale Tiefschläge, die man so schnell nicht vergisst.
Spice? Hätte ich mir gewünscht. Aber hier heißt es: Fehlanzeige. Und trotzdem trägt die Dynamik zwischen Paedyn, Kai und Kitt die Geschichte auch ohne große „Spice-Szenen“.
Was mir besonders gefallen hat: Paedyns Charakterentwicklung. Sie ist in diesem Band gereift. Entschlossener, klarer, mutiger – und gleichzeitig verletzlich. Man spürt, wie schwer die Last auf ihren Schultern liegt und wie sehr sie darum kämpft, das Richtige zu tun. Das macht sie für mich zu einer Figur, die ich noch lange nicht loslassen kann.
Der Schreibstil? Wieder absolut gelungen. Flüssig, bildhaft, atmosphärisch dicht. Ich hatte die düstere Welt von Ilya sofort vor Augen, gleichzeitig lag über allem ein Hauch von Hoffnung, der mich bis zur letzten Seite getragen hat.
Powerless – Der Thron ist ein packendes, gefühlvolles Finale, das Paedyns Reise mit viel Spannung, Intrigen, Magie und Emotion zu einem würdigen Ende bringt. Ein Highlight für alle, die die Reihe von Anfang an verfolgt haben.
Und doch sitze ich jetzt hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Einerseits bin ich glücklich über diesen Abschluss, andererseits will ich einfach nicht loslassen. 4,5/5 Sterne und eine absolute Empfehlung für die ganze Trilogie!
👉 Jetzt meine Frage an euch:
Wie geht es euch bei Reihenfinales? Könnt ihr zufrieden loslassen – oder kämpft ihr genauso wie ich mit einem kleinen Bücherloch im Herzen?
