Der Januar ist für mich ja immer so ein besonderer Lesemonat. Draußen grau, kalt, irgendwie endlos dunkel – und drinnen? Bücher. Viele Bücher. Kuscheldecke, Tee, Hörbuch, E-Reader, Stapel neben dem Bett. Ihr kennt das. Während andere noch über Neujahrsvorsätze nachdenken, bin ich längst mitten in neuen Welten, Kriminalfällen, Herzschmerz und Drachenkämpfen versunken.
Und rückblickend kann ich sagen: Dieser Januar hatte es in sich.
Fangen wir direkt mit einem absoluten Herzenshighlight an.
„Children of Fallen Gods“ von Carissa Broadbent habe ich nicht gelesen. Ich habe es verschlungen. Wirklich. Dieses Buch war alles: intensiv, düster, romantisch, episch. Eine Fortsetzung, die nicht nur mithält, sondern alles noch einmal steigert. Emotionen, Spannung, Weltaufbau, Figurenentwicklung – hier passt einfach alles. Für mich ein Paradebeispiel dafür, wie stark moderne High Fantasy sein kann.
5/5 – Highlight, ohne Diskussion. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Ganz anders, aber genauso eindrucksvoll war „Die Besucher“ von Marcus Kliewer. Kein klassischer Horror mit Schockmomenten, sondern etwas viel Gemeineres: psychologischer Horror, der sich langsam in den Kopf schleicht. Dieses Buch bleibt. Es lässt einen nicht los. Es wird polarisieren – und genau das macht es spannend. Wer klare Antworten braucht, wird vielleicht verzweifeln. Wer Mindfuck liebt, wird es feiern.
4,5/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️✨
Mit „Dorn: Zimmer 203 – Ruf der Toten“ von Jo Fischler hatte ich dann wieder einen Thriller, bei dem wirklich alles gestimmt hat. Tempo, Atmosphäre, Figuren, Plot – ich habe nichts gefunden, worüber ich meckern könnte. Und das passiert selten.
5/5 – ein rundum gelungenes Leseerlebnis. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
„Blutwild“ von Saskia te Marveld war für mich ein solides Debüt. Düster, stellenweise sehr beklemmend, mit einer starken Protagonistin. Nicht perfekt, aber absolut respektabel. Und vor allem: ein Buch, das neugierig auf mehr macht.
3,5/5 – mit Luft nach oben ⭐️⭐️⭐️✨
„A Reaper at the Gates“ von Sabaa Tahir… ach ja. Auch hier: inhaliert. Brutal, emotional, voller Wendungen. Hoffnung und Verzweiflung liegen so nah beieinander, dass es manchmal fast weh tut. Und dieses Gefühl nach der letzten Seite – schweres Herz, tausend Gedanken, sofort weiterlesen wollen – das kenne ich nur von richtig guten Reihen.
4,5/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️✨
Das Finale der New-York-Magics-Dilogie, „How To Find A Fallen Star“ von Lily S. Morgan, war für mich eine schöne Mischung aus Magie, Spannung und Gefühl. Mein einziger Kritikpunkt: Das Ende ging mir etwas zu glatt durch. Nach all der Spannung hätte ich mir noch mehr Nachhall gewünscht. Trotzdem ein starkes Finale.
4/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️
Sehr spannend fand ich auch den Thriller ‚Im
Kopf des Bösem’ von Petra Mattfeldt und Axel Petermann rund um den Happy Face Killer. Ruhig, analytisch, intensiv. Kein reißerischer True Crime, sondern psychologischer Druck, der sich langsam aufbaut. Klug konstruiert und sehr eindringlich.
4/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️
Mit „Never Safe“ von Lisa Jackson hatte ich wieder dieses vertraute Gefühl: altbekannte Thriller-Autorin, solide Spannung, gute Unterhaltung. Nicht ihr stärkstes Buch, aber definitiv lesenswert.
3,5/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️✨
„Ein Thron aus Knochen und Schatten“ von Laura Labas hat mir gezeigt, wie sehr Fortsetzungen noch einmal tiefer gehen können. Düster, emotional, mit starken Figuren und toller Atmosphäre. Trotz kleiner Längen blieb ich dran.
4/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️
„Herzfluch“ von Andreas Gruber war so ein Buch, bei dem ich nach dem Zuklappen sofort wusste: Band 1 muss ich noch lesen. Starke Figuren, hohe Spannung, fieser Cliffhanger. Ja, der Mittelteil hatte kleine Längen – geschenkt.
4,5/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️✨
Mit „Body Number One“ von Helen Fields ging es dann nach Edinburgh – Serienmörderjagd im Nebel. Genau mein Ding. Düstere Atmosphäre, kurze Einblicke in die Gedankenwelt des Killers, kaum Verschnaufpausen. Das Buch hat mich konstant unter Spannung gehalten.
4/5 Sterne. ⭐️⭐️⭐️⭐️
„Dance of Stars and Ashes“ von Nisha J. Tuli war für mich wieder der Beweis, warum ich ihre Bücher so liebe. Emotionen, Magie, innere Konflikte, Slow-Burn-Romance. Ich war ab dem ersten Kapitel drin. Kein fieser Cliffhanger, aber genug offene Fäden für große Vorfreude.
4,5/5 Sterne. ⭐️⭐️⭐️⭐️✨
Und dann noch „Tannengrab“ von Ines Buck – ein ruhiger, atmosphärischer Krimi mit Substanz. Kein lauter Thriller, sondern ehrliche, solide Krimikost mit starken Figuren. Genau die Art Buch, die zeigt, wie wichtig es ist, auch abseits der großen Namen zu lesen. 4/5 Sterne ⭐️⭐️⭐️⭐️
Wenn ich auf diesen Januar zurückblicke, sehe ich vor allem eines: Vielfalt. High Fantasy, Romantasy, Psychothriller, True Crime, Krimi, Serienkiller-Stoffe. Herzklopfen, Gänsehaut, Tränen, Staunen. Alles dabei.
Und genau deshalb liebe ich Monatsrückblicke. Sie zeigen mir nicht nur, was ich gelesen habe – sondern auch, wie sehr Bücher mein Leben begleiten.
Ich bin gespannt, was der Februar bringt.
Aber eines weiß ich jetzt schon: Der Januar hat die Messlatte ziemlich hoch gelegt. 📚✨
