Es gibt diese Tage, an denen einfach nichts nach Plan läuft – und genau so ein paar Tage liegen jetzt hinter mir. Eigentlich war alles ganz normal, bis plötzlich aus dem Nichts ein Moment kam, der mir noch immer einen kleinen Schauer über den Rücken jagt.
Meine beiden alten Bücherschränke, die mich schon so lange begleiten, haben einfach ihren Geist aufgegeben. Und nicht auf die harmlose Art.
Mein Sohn wollte ganz nichtsahnend Geld in seine Spardose legen, öffnet den Schrank – und plötzlich kommt ihm die schwere Flügeltür mit Glas entgegen.
Dieser Moment… wirklich ein absoluter Schreck. Für uns alle.
Im ersten Augenblick zählt nur eines: Ist etwas passiert? Und wir hatten so unfassbares Glück. Es ist nichts passiert. Kein Kratzer, nichts.
Aber genau in diesem Moment war mir klar: Das war kein „Ach, wird schon wieder“. Das war eine echte Sicherheitsgefahr.
Und so sehr ich an Dingen hänge – das konnte ich nicht ignorieren. Die Schränke mussten weg. Oder zumindest verändert werden.
Also habe ich direkt angefangen zu planen. Ikea geöffnet, geschaut, verglichen… und dann kam dieser typische Moment: „Okay… das wird teuer.“ 😅
Und da war sie wieder – diese innere Stimme, die einfach nicht gerne Dinge wegwirft. Ich liebe es, alten Sachen neues Leben einzuhauchen. Upcycling ist einfach genau mein Ding.
Also bin ich am nächsten Morgen aufgestanden, hab mir gedacht: „Das krieg ich auch so hin.“
Und dann ging’s los.
Bücher ausräumen… und ganz ehrlich – ich wusste, dass es viele sind, aber SO viele?! Ich stand da und dachte nur: „Wann ist das bitte so eskaliert?“ 😅
Zum Glück hat das Wetter auch noch mitgespielt.
Die Sonne schien, es war warm – also habe ich kurzerhand meine drei Kinder, den Hund und meinen Mann in den Garten verfrachtet. 😄
Die beste Entscheidung überhaupt.
Plötzlich hatte ich Platz. Ruhe. Luft zum Atmen.
Und vor allem die Möglichkeit, mich komplett auf das Chaos im Wohnzimmer zu konzentrieren, ohne ständig über irgendwen oder irgendwas zu stolpern.
So stand ich dann da – mitten im Bücherchaos, umgeben von Stapeln, Staub und gefühlt meinem halben Besitz – und konnte endlich in Ruhe räumen, sortieren, schieben und schrauben.
Beste Entscheidung!
Und ich?
Stand am Ende acht Stunden (!) im Wohnzimmer.
Aber ganz ehrlich? Es hat sich gelohnt.
Ich habe die Schränke retten können.
Die gefährlichen Türen mussten gehen, aber der Rest steht wieder – stabil, sicher und irgendwie sogar schöner als vorher.Jetzt überlege ich noch, ob ich ihnen vielleicht einen neuen Anstrich verpasse. Ein bisschen frische Farbe, ein neuer Look – das hätte schon was.
Und das Beste?
Ich liebe dieses Gefühl danach.
Dieses „Ich hab was verändert“.
Dieses „Ich hab’s selbst geschafft“.
Und das alles, ohne viel Geld auszugeben.
Okay… und ich habe sogar 20 Cent gefunden.
Also ganz klar: Gewinn gemacht. 😂
Jetzt sitze ich hier, schaue mir alles an – und bin einfach zufrieden.
Manchmal braucht es genau solche ungeplanten Momente, um etwas Neues zu schaffen. Auch wenn sie im ersten Moment einfach nur Chaos sind.
Was sagt ihr – Team neu kaufen oder Team upcyclen?





