Spannungsmomente 2025

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, morgen ist Silvester – und ich frage mich ehrlich: Wann ist das eigentlich passiert? Gefühlt habe ich gerade erst die ersten Bücher des Jahres aufgeschlagen, und plötzlich stehen wir schon wieder am letzten Kapitel von 2025. Zeit ist ein seltsames Ding. Sie rast, stolpert, bleibt manchmal stehen – und am Ende bleibt vor allem eines: das, was uns begleitet hat. Für mich ganz klar: Geschichten. Viele Geschichten. Gelesen, gehört, verschlungen.

Zeit also für ein erstes, ganz persönliches Resümee.

Und wenn ich auf mein Lesejahr zurückblicke, dann war es vor allem eines: intensiv. Ich habe mich durch düstere Abgründe gelesen, durch eiskalte Landschaften gehört, habe Täter verfolgt, Opfer begleitet und Ermittler*innen durch ihre dunkelsten Stunden begleitet. Thriller, Horror und Krimis waren dieses Jahr mein emotionales Zuhause – genau dort, wo es wehtut, wo Spannung entsteht, wo man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

Aus all diesen Momenten habe ich meine Top 12 der Spannungsmomente zusammengestellt. Zwölf Bücher, die mich nicht nur unterhalten, sondern wirklich beschäftigt haben. Bücher, die hängen geblieben sind – im Kopf, im Bauch, manchmal auch im Herzen.

Narbensommer – Chris Dominik

Roh, unbequem und emotional fordernd. Ein Thriller, der nicht auf Effekte setzt, sondern auf Nachhall.

Der Puppenwald – Saskia Calden

Atmosphärisch dicht, beklemmend und leise grausam. Ein Buch, das sich langsam festsetzt.

Kummersee – Iver Niklas Schwarz

Dunkel, melancholisch und psychologisch stark. Perfekt für alle, die Spannung mit Tiefe mögen.

Kalt und still – Viveca Sten

Skandinavische Kälte in Reinform. Ruhig erzählt, aber gnadenlos in seiner Wirkung.

Das Haus des Exorzisten – Nick Roberts

Horror, der nicht auf billige Schocks setzt, sondern auf Atmosphäre und innere Zerrissenheit.

Slewfoot – Brom

Ungewöhnlich, düster, fast schon märchenhaft – und dabei so verdammt verstörend.

Frag nach Andrea – Noelle W. Ihli

Ein psychologischer Thriller, der unter die Haut geht und Fragen hinterlässt, die man nicht so schnell abschüttelt.

Der Kuckucksjunge – Søren Sveistrup

Ein Pageturner, der keine Gnade kennt. Hochspannung auf fast 700 Seiten – und jede davon lohnt sich.

Knochenkälte – Simon Beckett

Ein echtes Highlight. Düster, intelligent, langsam eskalierend und unglaublich intensiv.

Himmelerdenblau – Romy Hausmann

Unfassbar atmosphärisch und emotional. Ein Thriller, der lange nachhallt.

Verstummte Narben – Catherine Shepherd

Eiskalt, spannend und für mich einer der stärksten Bände der Reihe.

Das Hexenmädchen – Max Bentow

Hart, intensiv und psychologisch stark. Ein Thriller, der keine halben Sachen macht.

Diese zwölf Bücher stehen stellvertretend für all die Momente, in denen ich das Licht länger angelassen habe, weil mir das Herz klopfte. Für Nächte, in denen ich „nur noch ein Kapitel“ gelesen habe – und plötzlich war es drei Uhr morgens. Für Gänsehaut, Kloß im Hals und dieses ganz besondere Gefühl, wenn ein Buch genau das mit einem macht, was es soll.

Alle zwölf kann ich euch uneingeschränkt weiterempfehlen. Jedes auf seine eigene Art. Jedes mit einer ganz eigenen Stimme. Und jedes ein Beweis dafür, wie vielfältig und stark Spannungsliteratur sein kann.

Jetzt seid ihr dran:

Habt ihr eines dieser Bücher schon gelesen? Steht vielleicht eines auf eurer Wunschliste? Und welches war euer persönliches Highlight dieses Jahr?

Ich bin gespannt auf euren Jahresrückblick – und freue mich schon auf all die Geschichten, die 2026 für uns bereithält.