Magische Akademien, rivalisierende Studenten, gefährliche Kreaturen und dazu noch ein mürrischer sprechender Kater? Ganz ehrlich: „Strange Familiars“ von Keshe Chow hatte mich eigentlich schon nach der ersten Beschreibung. 😅
Und ich muss sagen: Dieses Buch hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht.
Im Mittelpunkt steht Gwendolynne Chan, die am Seamere College magische Tiermedizin studiert und unbedingt Jahrgangsbeste werden will. Ehrgeizig, zielstrebig und komplett fokussiert auf ihren Abschluss. Wäre da nur nicht Harrisford Briggs – ihr arroganter Rivale aus reichem Elternhaus, der ihr ständig in die Quere kommt.
Als dann plötzlich magische Explosionen London erschüttern und magische Wesen außer Kontrolle geraten, müssen die beiden ausgerechnet zusammenarbeiten.
Und genau hier beginnt der eigentliche Spaß.Die Dynamik zwischen Gwen und Harrisford hat mir wirklich richtig gut gefallen. Dieses ständige Necken, die hitzigen Wortgefechte und dieses „eigentlich kann ich dich nicht ausstehen“-Gefühl funktionieren einfach total gut. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung angenehm langsam und wirkt dadurch deutlich authentischer.
Vor allem Harrisford war für mich eine positive Überraschung.
Anfangs wirkt er wie der typische arrogante Rich Boy, aber je mehr man hinter seine Fassade blickt, desto deutlicher merkt man, dass da eigentlich viel Unsicherheit und Einsamkeit dahintersteckt. Genau solche Figuren liebe ich ja heimlich immer ein bisschen. 😅
Gwen mochte ich dagegen sofort.
Man merkt direkt, wie sehr sie für magische Tiere brennt und wie viel Druck sie sich selbst macht. Gerade dadurch wirkt sie unglaublich greifbar und sympathisch.
Aber seien wir ehrlich:
Der heimliche Star dieses Buches ist Percy.
Dieser mürrische sprechende Kater hat wirklich jede einzelne Szene aufgewertet. Seine Kommentare waren einfach großartig und haben mich ständig zum Schmunzeln gebracht. Und dann gibt es auch noch Harrisfords Seelentier namens Pudding – allein dieser Name hat mich schon komplett abgeholt. 😭
Was das Buch für mich aber wirklich besonders gemacht hat, war die Idee rund um magische Tiermedizin.
Das fühlt sich einfach mal anders an als viele andere Academy-Romantasy-Bücher. Die magischen Wesen, die Ermittlungen rund um die Explosionen und die düstere Academia-Stimmung sorgen zusammen für eine richtig atmosphärische Welt.
Dabei schafft es die Autorin, die Magie und das Worldbuilding verständlich einzubauen, ohne einen mit Informationen zu erschlagen. Gerade das mochte ich sehr.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Durch die wechselnden Perspektiven von Gwen und Harrisford bekommt man außerdem einen guten Einblick in beide Figuren und ihre Gedanken, was die Dynamik nochmal stärker macht.
Natürlich waren manche Entwicklungen nicht komplett überraschend und einige Dinge konnte man relativ früh erahnen. Aber ehrlich? Das hat meinem Lesespaß überhaupt nicht geschadet.
Dieses Buch lebt für mich vor allem von seiner Atmosphäre, den Figuren und dieser Mischung aus Humor, Spannung und magischen Kreaturen.
Und genau deshalb hatte ich beim Lesen einfach richtig viel Spaß.
Das Ende lässt außerdem noch einige Fragen offen und macht definitiv neugierig auf Band zwei.
Für mich ist „Strange Familiars“ ein unglaublich unterhaltsamer Auftakt voller magischer Wesen, Rivalen-to-Lovers-Vibes und absolut liebenswerter tierischer Begleiter.
Vor allem Fans von Dark Academia, Slow Burn und magischen Kreaturen sollten sich dieses Buch definitiv anschauen.
4,5 von 5 Sternen ⭐️
